Richard Wester (* 1. März 1956 in Linz am Rhein) ist ein deutscher Saxophonist und Komponist.
Von 1974 bis 1982 studierte Richard Wester Musik in Berlin. Seit 1982 lebt er in Schleswig-Holstein.
Wester arbeitete als Bandmusiker u. a. bei Ulla Meinecke, Stefan Waggershausen, BAP und Hallucination Company, als Theatermusiker an folgenden Häusern: Theater Tribüne, Grips Theater Berlin, Schauspielhaus Hamburg, Schaubühne am Halleschen Tor. Studio- und Session-Musik machte er u. a. mit Udo Lindenberg, Hannes Wader, Reinhard Mey, Herwig Mitteregger, Joe Cocker, Lydie Auvray und Tangerine Dream.
In den Jahren 1987 bis 1988 wirkte Richard Wester in dem Programm Drei Männer im Schnee an der Seite von Manfred Maurenbrecher und Thommie Bayer mit.
Im Jahre 1988 gründete er die Instrumentalcombo Richard Wester und Band. Im selben Jahr begründete er mit Manfred Maurenbrecher das Duo Maurenbrecher & Wester, das 2004 mit dem Programm Hey Du-Nö! auftrat.
Seit 1990 ist Wester mit Gastmoderationen im NDR, WDR und DLF vertreten.
Im Jahre 1994 wählte der Hansa-Park Richard Westers Stück „Dream Tower“ als Soundtrack für den Holsteinturm aus. Es lief dort bis 2013, wurde so unter hunderttausenden Parkbesuchern jedes Jahr bekannt und so zu seinem wohl bekanntesten Werk. Allerdings hat der Park seinerzeit das Publikum nicht über Interpret und Titelnamen informiert. In den 2010er Jahren tauchten dann auf der Internet-Videoplattform YouTube mehrere Onridevideos auf, auf denen logischerweise das Stück leise im Hintergrund zu hören war. In den Kommentaren unter den Videos fragten wiederholt Zuschauer nach Interpret und Titel, und tatsächlich wussten einige Leute die Antwort. Erst im Mai 2022 veröffentlichte schließlich der YouTube-Kanal „Theme Park Music“ den Titel.
Im Jahre 1995 begann er mit bundesweiten Multimedia-Installationen, z. B. Rheinfels-Saga, Die Burg der tausend Jahre etc. Im Jahre 1997 begründete er die jährlich stattfindende Nacht der Lieder, in welcher er bisher Konzerte veranstaltete zusammen mit Nanette Scriba, Hannes Wader, Anne Haigis, Manfred Maurenbrecher, Pablo Ardouin, Ulla Meinecke, Stefan Stoppok, Knut Kiesewetter, Ina Deter, Ulrich Roski, Christina Lux, Klaus Lage, Etta Scollo, Pe Werner, Hans-Eckardt Wenzel, Nessie Tausendschön und George Nussbaumer. In der Band No standard gab er 2001 Konzerte mit Chris Jarrett und Jens Fischer. Seit 2001 veranstaltet er jährlich Kultur im Glashaus, Westers eigene Experimentalbühne in Angeln, (Schleswig-Holstein), in der u. a. die Junge Nacht der Lieder als Rundfunkkonzert für WDR 5 und NDR durchgeführt wird. Ebenfalls seit 2001 finden die Cross-over-Konzerte mit Matthias Janz (Kirchenorgel-Saxophon) und/oder einem kleinen Orchester statt. Im Juni 2004 veranstaltete Wester die Tournee „Jasmin & Saxophon“, ein deutsch-türkisches Modern-Folk-Projekt mit einer siebenköpfigen Band aus Mercin (Südwestanatolien). In den Monaten Oktober und November 2004 wirkte er an Im Bunker – Raum der leisen Stimmen mit. Die Installation mit Gerrit Bekker und Karl Siebig aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst, Film und Musik war im Hochbunker Trollseeweg in Flensburg zu sehen. Seit 2004 ist Wester in Mental Journey zu erleben, einem Trioprogramm mit Ulf Meyer (Gitarre) und David Alleckna (Bass). Von Januar 2007 bis Juni 2010 moderierte Wester auf Radio Flensburg monatlich seine Sendung „Salonfähig!“ (Personality Talk).
| Personendaten | |
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| NAME | Wester, Richard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Saxophonist und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1956 |
| GEBURTSORT | Linz am Rhein |