Richard Woernle (* 19. Juli 1884 in Stuttgart; † 21. Juli 1939) war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Hochschullehrer.
Richard Woernle studierte Maschinenbau an der Technischen Hochschule (TH) Stuttgart und arbeitete danach bei verschiedenen Firmen der Speicher- und Fördertechnik, unter anderem auch in Pittsburgh. 1911 wechselte er an die TH Karlsruhe und promovierte dort mit der Arbeit Versuche über das Verhalten von Drahtseilen gegenüber Biegungen. Während des Ersten Weltkriegs war er als Ingenieur für die Königliche Geschoßfabrik Siegburg tätig und Referent im Waffen- und Munitionsbeschaffungsamt. Mit seiner Schrift Zur Beurteilung der Drahtseilschwebebahnen für Personenbeförderung unter Beachtung der Sicherheit der Drahtseile habilitierte er sich an der TH Karlsruhe. 1920 wurde er dort zum außerordentlichen Professor ernannt. Nach einem Aufenthalt in der Industrie wurde er 1922 ordentlicher Professor an der TH Danzig für das Lehr- und Forschungsgebiet Fördertechnik und Baumaschinen. 1927 kehrte Woernle an die TH Stuttgart zurück, wo er insbesondere zu Drahtseilen forschte. Er war erster Institutsleiter des dortigen „Instituts für Hebezeuge, Transportanlagen und Baumaschinen“, des heutigen „Instituts für Fördertechnik und Logistik“.
Richard Woernle gehörte seit 1907 dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) an. Er war Obmann des VDI-Fachausschusses für Drahtseilforschung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Woernle, Richard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maschinenbauingenieur und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 19. Juli 1884 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |
| STERBEDATUM | 21. Juli 1939 |