Das Verfahren der Richardson-Extrapolation wurde von Lewis Fry Richardson (1881–1953) entwickelt. Es kann angewendet werden, wenn man bei der numerischen Lösung eines Problems aufgrund zweier verschiedener Diskretisierungen (mit den Schrittweiten und ) die Näherungen und für ein Problem hat, und diese Näherungen mit einem Verfahren -ter Ordnung berechnet worden sind.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so ist die Extrapolation
eine bessere Näherung für das Ergebnis.
Sie wird zum Beispiel bei der Romberg-Integration angewendet. Die Methode wurde vor Richardson schon durch Takebe Katahiro bei seiner Berechnung von Pi verwandt (1723).