Riclef Grolle

Riclef Hans-Heinrich Grolle (* 8. August 1934 in Oldenburg; † 12. Juni 2004 in Jena) war ein deutscher Bryologe.

Grolle ist der Sohn eines Lehrers, der im Zweiten Weltkrieg einberufen wurde und 1945 starb. Er wuchs im Jenaer Elternhaus der Mutter auf. Bereits im Gymnasium interessierte er sich für die Pflanzenwelt. 1951 trat er dem Thüringer Botanischen Verein bei und wurde vom Botaniker Theodor Herzog beeinflusst, der seinen Schwerpunkt auf die Moosforschung legte.

Ab 1952 studierte Grolle an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Aufgrund seiner Erkrankung an Kinderlähmung musste er sein Studium der Botanik einstellen. Trotz starker Taubheitsgefühle an beiden Beinen sowie weiterer krankheitsbedingter Einschränkungen, kehrte er an die Universität zurück und schloss 1959 sein Studium ab. Er wurde von einem Forscher am Institut für Pflanzenforschung der Universität Jena eingestellt. Er promovierte 1962 und leistete verschiedene Beiträge zur taxonomischen Erforschung der Bryophyten.

Veröffentlichungen (Auszug)

Bibliographie

Wikispecies: Riclef Grolle – Artenverzeichnis

Einzelnachweise

  1. ↑ Hans-Joachim Zündorf, Hermann Manitz: Zum Tod von Riclef Grolle (1934–2004). Gelebt für die Lebermoose – Riclef (Hans-Heinrich) Grolle (8. August 1934–12. Juni 2004). In: Friedrich-Schiller-Universität (Hrsg.): Herzogia. Band 17, 2004, S. 7–18 (blam-bl.de [PDF; abgerufen am 14. August 2019]).
Personendaten
NAME Grolle, Riclef
ALTERNATIVNAMEN Grolle, Riclef Hans-Heinrich (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Bryologe
GEBURTSDATUM 8. August 1934
GEBURTSORT Oldenburg (Oldb)
STERBEDATUM 12. Juni 2004
STERBEORT Jena