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Dieses Landschaftselement ist durch Bodenfließen (Solifluktion) entstanden. Typischerweise gleitet dabei eine aufgetaute, wassergesättigte Bodenschicht über eine Schicht Permafrostboden. An einem Hindernis, beispielsweise einer Felsformation, wird die gleitende Masse gehemmt, und eine Bodenwelle entsteht.
Es kann sich jedoch auch um ehemalige Flussterrassen handeln, die nachträglich durch Fluvialerosion zerschnitten wurden.
Im Falle einer Auflage mit jüngeren Sedimentdecken (Löss, Hangschutt) weisen die Riedel eine rundlichere und damit sanfte Gestalt auf.
Eine Abfolge von Riedeln bildet eine Riedellandschaft.
die Wegscheider Hochfläche als Riedellandschaft im Osten Niederbayerns, östlich der Stadt Passau direkt an der Grenze zu Oberösterreich gelegen, als Südausläufer des Bayerischen Waldes, nördlich der Donau und südlich des Bergs Dreisessel.
↑Ernst Neef (Hrsg.): Riedel. In: Ders.: Das Gesicht der Erde. Taschenbuch der physischen Geographie. 3., verb. Auflage. Harri Deutsch Verlag, Frankfurt am Main 1970, DNB456747230, S. 774.
↑H. Murawski, W. Meyer: Geologisches Wörterbuch. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8274-1445-8, S. 139.