Riethagen

Riethagen
Gemeinde Hodenhagen
Koordinaten: 52° 46′ N, 9° 35′ OKoordinaten: 52° 45′ 43″ N, 9° 34′ 58″ O
Fläche: 9,49 km²
Einwohner: 398 (1925)
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1936
Postleitzahl: 29693
Vorwahl: 05164
Riethagen (Niedersachsen)
Riethagen (Niedersachsen)
Lage von Riethagen in Niedersachsen

Riethagen war eine der drei Gemeinden im damaligen Landkreis Fallingbostel, aus denen 1936 die Gemeinde Hodenhagen gebildet wurde. Hodenhagen gehört heute zum Heidekreis in Niedersachsen.

Geographie

Der alte Dorfkern von Riethagen liegt rund um die heutige Straße Alt Riethagen in Hodenhagen nahe dem Allerufer. Das ehemalige Gemeindegebiet umfasste den Teil von Hodenhagen, der nördlich der Meiße liegt und damit den heutigen Siedlungsschwerpunkt von Hodenhagen mit den Wohngebieten nördlich und südlich der Bahnhofstraße. Zur ehemaligen Gemeinde gehörte auch das Gut Wiedenhausen.

Geschichte

Riethagen wurde erstmals 1330 urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Ahlden des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zum französischen Satellitenstaat Königreich Westphalen und dort zum Kanton Hudemühlen im Departement der Aller. 1814 fiel Riethagen an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Ahlden. 1867 fiel die Gemeinde Riethagen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Fallingbostel.

Am 1. Oktober 1936 wurde Riethagen mit den Gemeinden Hudemühlen-Flecken und Hudemühlen-Burg zur neuen Gemeinde Hodenhagen zusammengeschlossen, wobei Riethagen sowohl nach Fläche als auch nach Bevölkerung die größte dieser drei Gemeinden war.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812169
1845175
1871218
1885208
1895264
1910271
1925399
Hofgebäude Alt Riethagen 12

Baudenkmale

Im ehemaligen Gemeindegebiet stehen mehrere landwirtschaftliche Gebäude in Alt Riethagen, der Friedhof Ahornweg, das Gut Wiedenhausen sowie die Allerbrücke unter Denkmalschutz.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Volkszählung 1925
  2. ↑ Etta Pantel: Landkreis Soltau-Fallingbostel. In: Christiane Segers-Glocke (Hrsg.): Baudenkmale in Niedersachsen. Band 25. Niemeyer, Hameln 2001, S. 231 (uni-heidelberg.de).
  3. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777 (google.de).
  4. 1 2 Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
  5. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 86 (google.de).
  6. ↑ Volkszählung 1871
  7. ↑ Volkszählung 1885
  8. ↑ Volkszählung 1895
  9. ↑ Der Kreis Fallingbostel im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.