Rimpa

Hōitsu: Sommer- (rechts) und Herbstblumen.

Rimpa (japanisch 琳派), auch Kōrin-ha (光琳派) oder Sōtatsu-Kōrin-ha (宗達光琳派), ist eine Schule der japanischen Malerei, benannt nach ihrem bedeutenden Vertreter Ogata Kōrin bzw. auch Tawaraya Sōtatsu, die vom Ende des 16. Jahrhunderts bis in das 19. Jahrhundert blühte, ohne dass in jedem Fall ein direktes Lehrer-Schüler-Verhältnis bestand.

Stilistisch zeichnet sie sich durch die Verwendung von leuchtenden Farben, einschließlich Gold- und Silberfarbe aus.

Der Anfang

Zur Rimpa-Schule zählt man heute nicht nur den Namensgeber Kōrin und seinen jüngeren Bruder Kenzan, sondern auch

Kōrin und Kenzan

Zwei Generationen später folgten dann

Kōrins Generation

Kōrins Malstil folgten, wenn auch nicht als direkte Schüler, u. a.

Der große Abschluss

Nach einer Pause von einer Generation finden sich u. a.

Nachbemerkung

Rimpa umfasst eine ganze Reihe von Malern in ihrer ganzen Lebensspanne. Benachbarte Stile wurden einbezogen, ein Teil der Werke dürfte dem Geschmack des Auftraggebers gemäß entstanden sein. Festzuhalten ist, dass mit Rimpa sich in Japan ein Stil entwickelte, der der europäischen Moderne des 19. Jahrhunderts vorauseilt.

Bildauswahl

Anmerkungen

  1. ↑ Sōtatsus "Matsushima" befindet sich in der Freer-Galerie (Washington), Kōrins "Matsushima" im Museum of Fine Arts (Boston).
  2. ↑ Im Besitz des Kennin-ji, Kyoto, aufbewahrt im Nationalmuseum Kyōto.
  3. ↑ Erkennbar ist das tarashikomi, das Einmalen der nächsten Farbe in den noch feuchten Grund, ein Verfahren, das Sōtatsu zum ersten Mal bewusst einsetzte.

Einzelnachweise

  1. 1 2 琳派. In: デジタル大辞泉 bei kotobank.jp. Abgerufen am 24. Juni 2013 (japanisch).
  2. ↑ 光琳派. In: Web NDL Authorities. Nationale Parlamentsbibliothek, abgerufen am 24. Juni 2013 (japanisch).

Literatur

Im Verlag Shikosha erschienen von 1989 bis 1992: