Ringfibel

Ringfibeln des St Ninian Hortes
Lombardische mittelalterliche beschriftete Ringfibel
13. Jahrhundert Goldfibel

Ringfibeln (oder Schnallenfibeln) fanden im provinzial-römischen und germanischen Bereich weite Verbreitung und werden vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis ins 14. Jahrhundert n. Chr. datiert. Der Begriff „Fibel“ leitet sich aus dem lateinischen Wort „fibula“ ab und bedeutet „Spange“. Ringfibeln fanden sich u. a. im Hort von Ardagh, als Distelfibel von Ballynolan, im Depotfund von Penrith, im Reitergrab von Hankenbostel, im Grab der Wikingerkriegerin von Birka und im Schiffsgrab von Ballateare.

Seit dem 13. Jahrhundert v. Chr. bis ins Mittelalter waren Fibeln in Europa als Gewandschließen verbreitet. Man benutzte sie anstelle von Knöpfen, um Kleidungsteile zusammenzuhalten. Dekoration und Funktion kamen hierbei zusammen. Fibeln sind eine wichtige Leitformen der Ur- und Frühgeschichte.

Die Ballyspellan-Fibel, eine Ringfibel aus dem 9. Jahrhundert, weist auf der Rückseite eine vierzeilige Ogham-Inschrift auf. Sie wurde im County Kilkenny in Irland entdeckt.

Literatur

Commons: Ringfibeln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien