

Robert Edward Machado (* 16. Oktober 1973 in Sydney, New South Wales, Australien) ist ein US-amerikanischer Profisurfer der WSL.
Rob Machado wurde in Sydney als Sohn des kalifornischen Surfers Jim Machado geboren, der Anfang der 60er Jahre, nach einem kurzen Militärdienst angesichts des eskalierenden Vietnamkriegs, nach Australien ausgewandert war und dort die britische Studentin Chris kennenlernte und eine Familie gründete. Im Jahr 1977 kehrte Jim mit seiner Familie wieder nach Amerika zurück. Rob war damals gerade drei Jahre alt.
Rob Machado ging auf die San Dieguito High School in Encinitas, Kalifornien. Zu dieser Zeit nahm er bereits wöchentlich an Surf-Wettbewerben teil und schaffte es regelmäßig ins Finale. Im Jahr 1986 gewann er mit 13 Jahren die US-Amateur-Meisterschaften in der Jugendkategorie.
Bei den Amateur-Weltmeisterschaften 1990 in Japan trat er im Alter von 16 Jahren an der Seite von Kelly Slater an. Mit 18 Jahren qualifizierte er sich erstmals für die ASP World Tour (später WSL Championship Tour) und unterzeichnete einen 75.000 Dollar Vertrag bei dem Bekleidungshersteller Gotcha. Ab seinem 20. Lebensjahr nahm er regelmäßig von 1993 bis 2001 an den Wettbewerben der Weltmeisterschaften der ASP World Tour teil, danach bis einschließlich 2012 nur noch unregelmäßig. Insgesamt hat er zwölf ASP-Einzelwettbewerbe der World Tour gewonnen, darunter auch die Pipeline Masters (2000) auf Hawaii, der Königsdisziplin im Surfsport. In Interviews und in den sozialen Medien bezeichnet er sich selbst als „Soul Surfer“ oder Freesurfer und ist seitdem als freier professioneller Surfer tätig.
Machado ist Gastgeber und Teilnehmer einer jährlichen Veranstaltung an seinem Heimatort am Seaside Reef in Encinitas in Kalifornien, dem Rob Machado Surf Classic and Beach Fair. Dabei handelt es sich um einen Amateur-Wettbewerb für Einheimische jeden Alters, der auch Vorführungen mit Machado und anderen Profis umfasst.
Machado wurde im Jahr 2006 in die Surfers Hall of Fame aufgenommen und 2011 erhielt er einen Eintrag in den Surfing Walk of Fame in Huntington Beach, Kalifornien in der Kategorie Surf-Champions.
Rob Machado wirkte im Mai 2010 an einem Fotoshooting mit der Schauspielerin Blake Lively für die Modemagazin Vogue mit und war in der Sommerausgabe des Magazins vom Juni 2010 zu sehen.
Am 31. Dezember 2019 gab Machado bekannt, dass er nicht mehr mit Hurley International zusammenarbeiten werde, nachdem er fast 20 Jahre lang von dem Surf-Unternehmen gesponsert worden war. Grund dafür war der Wunsch der neuen Eigentümergruppe, die Ausgaben zu senken. Er wird mittlerweile von Vuori, Reef, Dragon und Firewire gesponsert. Er surft regelmäßig in San Diego, wo er sich einen Namen gemacht hat.
Rob Machado gewann die Pipeline Masters auf Hawaii (Triple Crown of Surfing) und die US Open of Surfing in Huntington Beach, Kalifornien. Beide Wettbewerbe sind Teil des Qualifikationsverfahrens für die Weltmeisterschaften der World Surf League und gehören mit über 10.000 Zuschauern zu den größten und renommiertesten Profi-Surfwettbewerben der Welt.
| Jahr | Bewerb | Platzierung | Titel | Land | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1995 | WSL | US Open of Surfing | 1. | ||
| 1999 | WSL | US Open of Surfing | 2. | ||
| 2000 | WSL | US Open of Surfing | 2. | ||
| 2000 | WSL | Pipeline Masters | 1. | ||
| 2001 | WSL | US Open of Surfing | 1. | ||
| 2005 | WSL | US Open of Surfing | 2. | ||
| 2006 | WSL | US Open of Surfing | 1. |
Rob Machado ist bekannt für seinen lässigen, entspannten Stil – sowohl im Wasser als auch an Land. Neben seinem flüssigen Surfstil, der ihm den Spitznamen „Mr. Smoothy“ eingebracht hat, gilt er als einer der bekanntesten Goofy-Foot-Surfer der Welt.
Machado ist in mehreren Surffilmen und Dokumentarfilmen über den Surfsport zu sehen, darunter Momentum (1992), Thicker than Water (2000), Shelter (2001), Step into Liquid (2003), Sprout (2004), dem Kurzfilm Kingshighway (2007) und Momentum Generation (2018).
Der autobiografische Surffilm The Drifter (2009) über Rob Machado von Regisseur Taylor Steele dokumentiert der 60-minütige Sportfilm eine 4-monatige Reise Machados durch Indonesien, auf der er abseits des Trubels zu sich selbst findet. Der Film ist die Fortsetzung des Surf-Klassikers Drifting: Rob Machado Chronicles (1996) von Taylor Steele, der sich mit dem Free-Surfing-Lifestyle und den Reisen des damals noch sehr jungen Profi-Surfers Rob Machado befasst.
Als Synchronsprecher lieh Machado einem Adeliepinguin in dem Animationsfilm Könige der Wellen (2007) seine Stimme.
Rob Machado hat zwei Töchter, Rosé und Macy, aus seiner ersten Beziehung mit Patou und mit Sophie Vilardo einen Sohn namens Jaxton. Gemeinsam mit seiner Frau Sophie betreibt er „Salt Culture“, eine Boutique für Designermode und Inneneinrichtung in seiner Heimatstadt Encinitas, Kalifornien.
Machado spielt in seiner Freizeit leidenschaftlich gerne Gitarre und besitzt eine Sammlung, darunter eine Martin-Akustikgitarre von 1968, eine Fender Stratocaster Blonde von 1973, eine Gibson Les Paul Classic von 1978, eine Fender Fender Lap Steel aus den 1950er Jahren und ein Martin-Signature-Modell von Ben Harper. Als Musiker spielte er 1998 auf einem Konzert der Band Pearl Jam in Queensland. Zudem ist er bereits mehrmals gemeinsam mit Jack Johnson aufgetreten.
Machado gründete im Jahr 2004 die Rob Machado Foundation, eine Organisation, die sich für Umweltbelange einsetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Machado, Rob |
| ALTERNATIVNAMEN | Machado, Robert Edward (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Surfsportler |
| GEBURTSDATUM | 16. Oktober 1973 |
| GEBURTSORT | Sydney, New South Wales, Australien |