Fahrenbach

Wappen Deutschlandkarte
Fahrenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fahrenbach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 26′ N, 9° 9′ OKoordinaten: 49° 26′ N, 9° 9′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Neckar-Odenwald-Kreis
Höhe: 315 m ü. NHN
Fläche: 16,41 km²
Einwohner: 2617 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74864
Vorwahl: 06267
Kfz-Kennzeichen: MOS, BCH
Gemeindeschlüssel: 08 2 25 024
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Adolf-Weber-Straße 23
74864 Fahrenbach
Website: www.fahrenbach.de
Bürgermeister: Jens Stefan Wittmann (CDU)
Lage der Gemeinde Fahrenbach im Neckar-Odenwald-Kreis
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Karte

Fahrenbach ist eine Gemeinde am Südostrand des Odenwalds. Die Gemeinde liegt in Baden-Württemberg im Neckar-Odenwald-Kreis etwa neun Kilometer nördlich von Mosbach. Sie gehört zur europäischen Metropolregion Rhein-Neckar.

Geografie

Lage

Die zum Buntsandstein-Odenwald gehörige Gemarkungsfläche liegt auf 249–520 m ü. NN. Das Gemeindegebiet liegt im Naturpark Neckartal-Odenwald. Die Gemeinde Fahrenbach ist Mitglied im UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Fahrenbach besteht aus den ehemaligen Gemeinden Fahrenbach, Robern und Trienz.

In den beiden ehemaligen Gemeinden Robern und Trienz sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.

Geschichte

Fahrenbach wurde erstmals 1306 urkundlich erwähnt. Es gehörte zunächst den Herren von Hirschhorn und kam über verschiedene Stationen schließlich zur Kurpfalz. Dort gehörte der Ort zum Oberamt Mosbach, mit dem es 1803 im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses an das Fürstentum Leiningen fiel. Als dieses durch die napoleonische Rheinbundakte aufgelöst wurde, kam Fahrenbach zum Großherzogtum Baden. 1939 wurden 636 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 724.

Am 1. Januar 1975 wurde Robern nach Fahrenbach eingemeindet. Am 19. Juli 1975 wurde durch die Vereinigung der Gemeinden Fahrenbach und Trienz die heutige Gemeinde Fahrenbach gebildet.

Ortsteile

Wappen Robern
Wappen Robern

Robern

Robern wurde erstmals 813 urkundlich erwähnt. Es gehörte zunächst den Herren von Zwingenberg und kam später an die Herren von Hirschhorn und teilte seither das Schicksal Fahrenbachs. 1939 wurden 379 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 409.

Wappen Trienz
Wappen Trienz

Trienz

Trienz wurde 1395 erstmals im Amorbacher Klosterurbar erwähnt. 1939 wurden 501 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 615.

Religionen

Nachdem die Herren von Hirschhorn im 16. Jahrhundert die Reformation eingeführt hatten, wechselte die Konfession der Einwohner noch mehrfach durch Wechsel der Landesherrschaft. Heute gibt es sowohl eine evangelische wie auch eine römisch-katholische Gemeinde im Ort.

Politik

Verwaltungsgemeinschaft

Seit 1976 besteht die Verwaltungsgemeinschaft Limbach-Fahrenbach mit der Gemeinde Limbach.

Gemeinderat

In Fahrenbach wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Diese garantiert den Ortsteilen eine festgelegte Anzahl von Sitzen. Aus Fahrenbach kommen mindestens sechs, aus Robern und Trienz jeweils mindestens vier Gemeinderäte. Der Gemeinderat hat normalerweise 14 Mitglieder. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate (Ausgleichssitze) verändern. 2024 besteht er aus 16 gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2024
Sitze
2024
%
2019
Sitze
2019
Kommunalwahl 2024
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,27 %
(−0,33 %p)
35,34 %
(n. k.)
14,39 %
(+3,69 %p)
n. k.
(−38,5 %p)
BWG
ZMV
20192024
BWG Bürgerliche Wählergemeinschaft 50,27 8 50,6 8
ZMV Zusammenhalt, Mut, Veränderung 35,34 6 – –
GFA Gemeinsam Für Alle 14,39 2 10,7 2
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands – – 38,5 6
gesamt 100,0 16 100,0 16
Wahlbeteiligung 69,43 % 68,4 %

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 2000 Jens Stefan Wittmann (CDU). Er wurde 2008, 2016 und 2024 mit jeweils über 90 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Wappen

In Gold (Gelb) auf grünem Dreiberg ein roter Turm mit flachem Pyramidendach, vorkragendem Umgang und vier schwarzen Fenstern (2:2). – Das Wappen zeigt einen Limes-Wachturm. Der römische Grenzwall des Neckar-Odenwald-Limes verlief mitten durch Robern und dicht an Trienz vorbei.

Gemeindepartnerschaften

Seit 1992 besteht die offizielle Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde Heiligengrabe in Brandenburg. Davor bereits seit den 70er Jahren Kontakte auf kirchlicher Ebene zwischen den beiden Gemeinden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Ehemaliger Bahnhof in Fahrenbach

Die Schmalspurbahn von Mosbach nach Mudau wurde im Jahr 1973 stillgelegt. Auf der Trasse wurde 1980 ein Radweg unter der Bezeichnung Wanderbahn eingerichtet. Hier verläuft auch der Odenwald-Madonnen-Radweg. Er führt durch den Odenwald, das Neckartal und die Rheinebene. Er beginnt in Tauberbischofsheim und führt über Walldürn, Mudau, Mosbach und Heidelberg nach Speyer.

Bildungseinrichtungen

In Fahrenbach ist eine Grundschule vorhanden. Zusätzlich gibt es je einen kommunalen, evangelischen und römisch-katholischen Kindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

St. Jakobus in Fahrenbach
Evangelische Kirche in Fahrenbach

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe. Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 288–289.
  3. ↑ Mitteilungen des Württ. und Bad. Statistischen Landesamtes Nr. 2: Ergebnisse der Einwohnerzählung am 31. Dezember 1945 in Nordbaden
  4. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 485 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  5. ↑ Mitteilungen des Württ. und Bad. Statistischen Landesamtes Nr. 2: Ergebnisse der Einwohnerzählung am 31. Dezember 1945 in Nordbaden
  6. ↑ Mitteilungen des Württ. und Bad. Statistischen Landesamtes Nr. 2: Ergebnisse der Einwohnerzählung am 31. Dezember 1945 in Nordbaden
  7. ↑ Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  8. ↑ https://www.staatsanzeiger.de/staatsanzeiger/wahlen/buergermeisterwahlen/fahrenbach/
  9. ↑ Uwe Köbler: Bürgermeisterwahl: Jens Wittmann wird in Fahrenbach wiedergewählt. In: rnz.de. 15. September 2024, abgerufen am 20. September 2024.
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