
Robert Budzinski (* 5. April 1874 in Klein Schläfken im Kreis Neidenburg; † 27. Februar 1955 in Marburg) war ein deutscher Maler, Graphiker und Autor.
Robert Budzinski besuchte die Kunstakademien in Berlin und in Königsberg (Preußen) und bildete sich technisch sehr vielseitig. Budzinski schloss sich in seiner Berliner Zeit der Jugendbewegung des Wandervogels an. Bis zum Zweiten Weltkrieg lebte und arbeitete er als freischaffender Künstler mit seiner Familie in Königsberg. Als Maler schuf er sowohl Landschaftsbilder wie Porträts, als Grafiker kannte er sich eigentlich mit allen vorkommenden Techniken aus und so entstanden aus seiner Hand Lithographien, Holzschnitte, Radierungen (auch mit der Kaltnadel) und Holzschnitte. Budzinski war Mitglied der Neudeutschen Künstergilde. Ab 1922 gab er den Graphik-Kalender „Ostmark“ heraus, zuerst bei Callwey in München, dann im Königsberger Verlag Bons. Er war mit dem Holzschneider Bruno Schmialek befreundet.
In der Zeit des Nationalsozialismus war Budzinski obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist lediglich seine Teilnahme an der Ausstellung Ostpreußenkunst des Königsberger Kunstvereins 1935, 1937 und 1939 sicher belegt.
Er gab unter Mitarbeit seines Freundes, des Zeichners Emil Stumpp, der bereits seit 1933 Berufsverbot hatte, die Zeitschrift Geister und Gespenster heraus, die mit Hilfe von Wachsmatrizen vervielfältigt wurde. Die beiden hatten bereits um 1925 gemeinsam Kunstmappen mit Zeichnungen von Ostpreußischen Burgen wie auch Ostpreußischen Typen erstellt. Sein Nachlass befindet sich im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Marburg.
Bei den Wandervögeln lernte er Erika Stern (1886–1992) kennen, mit der er seit Anfang der 1920er Jahre immer wieder zusammenlebte. Nach der gemeinsamen Flucht aus Ostpreußen in der Folge des Zweiten Weltkriegs lebten sie bis zum Tod Budzinkis gemeinsam in Marburg. Erika Stern förderte seine Kunst, indem sie ihn mit Künstlern in Hessen bekannt machte. Sie selbst ist auf vielen seiner künstlerischen Werke abgebildet. Für seine Familie baute Robert Budzinski ein Haus in Warburg, Westfalen.
| Personendaten | |
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| NAME | Budzinski, Robert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler, Graphiker und Autor |
| GEBURTSDATUM | 5. April 1874 |
| GEBURTSORT | Klein Schläfken, Kreis Neidenburg |
| STERBEDATUM | 27. Februar 1955 |
| STERBEORT | Marburg |