Robert Biewend

Porträt von Robert Biewend

Robert Biewend (* 12. April 1844 in Hamburg; † 7. Januar 1913 in Clausthal) war ein deutscher Eisenhüttenmann und Hochschullehrer.

Familie

Robert Biewend entstammte einer Clausthaler Familie. Sein Vater war der in Rothehütte bei Elbingerode geborene Chemiker und Münzwardein der Hansestadt Hamburg Dr. Eduard Biewend (1814–1888), der wegen zahlreich erhaltener Daguerreotypien, als einer der ersten Amateurfotografen gilt. Er heiratete seine Cousine Helene Koch, Schwester seiner Cousins Robert Koch und Hugo Koch. Biewends Tochter Else Holzschuh studierte als eine der ersten Frauen Deutschlands an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Leben

Robert Biewend studierte an der Bergakademie Clausthal Bergbau und Hüttenkunde. Am 19. April 1866 war er einer der fünf Stifter des Corps Hercynia Clausthal. Nach Abschluss des Studiums schlug er die Bergbeamtenlaufbahn ein, zunächst als Bergassessor, dann als Bergrat. 1876 wurde er zum Dozenten der Hüttenkunde und Probierkunst an die Bergakademie Clausthal berufen. 1885 erhielt Biewend dort einen Ruf auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Eisenhüttenkunde und wurde damit der Wegbereiter der Eisenhüttenkunde als eigenständiges wissenschaftliches Fach in Clausthal. 1903 wurde er emeritiert.

Auszeichnungen

Veröffentlichung

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Fritz Kempe: Daguerreotypie in Deutschland. Vom Charme der frühen Fotografie (= Bernd Lohse [Hrsg.]: Neue Fotothek). Heering, Seebruck am Chiemsee 1979, ISBN 3-7763-5190-X, Frühe Foto-Amateure, S. 91.
  2. ↑ Stefan Krebs: Genese und Struktur eines technikwissenschaftlichen Feldes. Über den Kampf der Aachener Eisenhüttenkunde um Macht und Autonomie 1870–1914, 2008, S. 101
Personendaten
NAME Biewend, Robert
KURZBESCHREIBUNG deutscher Eisenhüttenmann und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 12. April 1844
GEBURTSORT Hamburg
STERBEDATUM 7. Januar 1913
STERBEORT Clausthal