Robert Dreeben ist ein US-amerikanischer Soziologe und emeritierter Professor an der Universität Chicago. Er hat bedeutende Beiträge zur Rolle von Schule und Erziehungswesen in der Gesellschaft geleistet.
Dreeben erwarb 1952 einen Bachelor of Arts in Psychologie vom Oberlin College. 1954 machte er an der Columbia University einen Masterabschluss in Soziologie. In dieser Disziplin wurde er auch 1962 an der Harvard University promoviert.
Ende der 1960er Jahre nahm er eine Stelle an der University of Chicago an. Dort lernte er 1968 die Psychologin und Erziehungswissenschaftlerin Rebecca Barr († 2003) kennen, die seine Ehefrau wurde und mit der er beruflich zusammenarbeitete.
Er leitete das Department of Education und die Sektion Sociology of Education der American Sociological Association (ASA). 1988 wurde er in die National Academy of Education gewählt.
Mit seinem Buch Was wir in der Schule lernen (1968, deutsch 1980) verfasste er ein im deutschsprachigen Raum breit rezipiertes Standardwerk zur Funktionsweise der Schule. Dreeben identifizierte Unabhängigkeit, persönliche Leistungen, Universalismus und Spezifität als entscheidende bürgerliche Verhaltenselemente. Er arbeitete sodann die strukturellen Unterschiede zwischen Schulen und Familien heraus und kam zu dem Schluss, dass die Schule diese Normen sehr viel effektiver vermitteln könne als die Familie.
1996 zeichnete ihn die Sektion Sociology of Education der ASA für seinen 1994 erschienenen Fachartikel The Sociology of Education: Its Development in the United States mit dem James Coleman Award für den besten Artikel im Feld Bildungssoziologie aus. 2013 verlieh die Sektion ihm den Willard Waller Award für seine Lebensleistung.
| Personendaten | |
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| NAME | Dreeben, Robert |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Soziologe |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |