Robert Gaden (eigentlich Robert Henry Gaden-Gädeke; * 23. August 1893 in Bordeaux, Frankreich; † 1. Oktober 1985 in Berlin-Zehlendorf) war ein Geiger und Kapellmeister.
Robert Henry Gaden trat schon im Alter von 13 Jahren als Solist öffentlich auf und wurde Meisterschüler von Lucien Capet am Pariser Conservatoire Nationale. Mit Ausbruch des Weltkrieges kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Nach Kriegsende musste Gaden zur Unterhaltungsmusik wechseln und leitete eine Künstlerkapelle, eine Diamond King's Jazz Band und Roberts Jazz-Kapelle; mit allen Orchestern entstanden Schallplattenaufnahmen für verschiedene Unternehmen. Im September 1926 erregte er Aufsehen mit der Welturaufführung von Ferde Grofés „Mississippi Suite“ am Berliner Deutschlandsender. Seit 1930 hatte er einen Exklusivvertrag mit (Electrola). In den 1930er Jahren wurde er mit seinem Robert Gaden Tango-Orchester für den eleganten Stil berühmt. Er spielte bevorzugt argentinischen Tango. Als Robert Gaden Tanzorchester hat er dennoch alle Arten von Jazz-Kompositionen, Filmmusik, langsame Walzer sowie konzertante Titel aufgenommen.
Er wird in einer Reihe mit Otto Dobrindt und Oskar Joost genannt, die ebenfalls eine Reihe sogenannter „Argentinischer Tangos“ schufen, die sich in die Klangwelt und die Melodienfülle Lateinamerikas einfühlten.
Gaden trat Januar 1944 mit seinem Orchester im KZ Auschwitz auf.
Im hohen Alter erblindet starb Robert H. Gaden-Gädeke infolge eines Sturzes. Seine Ehefrau war Ilse Gädeke-Gaden (geb. 1899 in Berlin).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gaden, Robert |
| ALTERNATIVNAMEN | Gaden-Gädeke, Robert Henry (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geiger |
| GEBURTSDATUM | 23. August 1893 |
| GEBURTSORT | Bordeaux |
| STERBEDATUM | 1. Oktober 1985 |
| STERBEORT | Berlin-Zehlendorf |