Robert Andrew Hoyem (geboren am 23. September 1930 in Lewistown; gestorben am 27. März 2015 in Missoula) war ein amerikanischer Opernsänger (lyrischer Tenor), Gesangslehrer und Regisseur.
Robert Hoyem wurde als zweites Kind von Florence und George Hoyem im Krankenhaus in Lewistown geboren. Seine Eltern betrieben eine Ranch in der Nähe von Lennep (Montana). 1942 verkauften sie die Ranch und erwarben eine Farm bei Thompson Falls. In Thompson Falls besuchte er die High School.
Zu Beginn seiner High-School-Zeit erlitt Robert einen Blinddarmdurchbruch und musste mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen. Nach seiner Rückkehr in den Unterricht riet ihm sein Musiklehrer, zu singen, um seine Bauchmuskulatur zu stärken.
An der University of Montana in Missoula studierte er von 1949 bis 1953 Musik und Gesang bei Professor John Lester. 1953 wechselte er an die Manhattan School of Music in New York und studierte bei Herta Glaz. Während dieser Zeit leistete er ab 1954 seinen Militärdienst bei der US Air Force. 1958 erlangte er seinen Master in New York und arbeitete anschließend als Gesangslehrer und hatte ein Engagement am Broadway.
Im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums kam er 1959 nach Deutschland. Er studierte in Stuttgart bei Hermann Reutter, in München bei Max Lorenz und in Köln bei Margarethe Düren-Herrmann.
1960 wurde er Preisträger bei internationalen Gesangswettbewerben in Wien und München. 1961 hatte er sein erstes Engagement in Heidelberg. Er sang den Ferrando on "Cosi fan tutte". 1963 wechselte er ans Opernhaus Wuppertal, 1964 ans Stadttheater Kiel und war von 1967 bis 1971 beim Gärtnerplatztheater München unter Vertrag. Hier war er an der Uraufführung der Oper „Der widerspenstige Heilige“ von Mark Lothar beteiligt. An der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg arbeitete er 1970 bis 1975 und 1976 bis 1978.
Der Schwerpunkt seines Bühnenrepertoires lag vor allem im lyrischen Fach. Er sang unter anderem den Belmonte in der „Entführung aus dem Serail“, den Don Ottavio im „Don Giovanni“, Tamino in der „Zauberflöte“, Châteauneuf in „Zar und Zimmermann“, Lenski im „Eugen Onegin“. Daneben arbeitete er als Konzerttenor und Gesangslehrer.
Ab 1978 begann er als Regisseur zu arbeiten. Er war unter anderem in Kiel, Heidelberg, Bremerhaven, Mainz, Coburg, Bern, St. Gallen und Graz tätig.
2003 zog er nach Montana zurück. 2007 erhielt er die Ehrendoktorwürde der University of Montana.
Von 1955 bis 1958 war er mit Lois Arlene Werle, der Schwester von Floyd E. Werle verheiratet.
Aus späteren Beziehungen hat Robert Hoyem einen Sohn und eine Tochter.
Gesundheitlich hatte er zeitlebens mit Nierenproblemen zu kämpfen, die auch seine Karriere beeinflussten. Bis Anfang der 1990er Jahre erhielt er drei Nierentransplantationen. Er starb schließlich an Nierenversagen.
Er ist auf dem Friedhof Sunset Memorial Gardens in Missoula beerdigt.
| Personendaten | |
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| NAME | Hoyem, Robert |
| ALTERNATIVNAMEN | Hoyem, Robert Andrew (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | amerikanischer Opernsänger und Regisseur |
| GEBURTSDATUM | 23. September 1930 |
| GEBURTSORT | Lewistown (Montana) |
| STERBEDATUM | 27. März 2015 |
| STERBEORT | Missoula |