Robert Roetschi (* 1. Januar 1889 in Solothurn; † 27. April 1964) war ein Schweizer Schriftsteller.
Roetschi promovierte um 1914 an der Universität Bern mit einer psychologischen Arbeit über den ästhetischen Wert des Komischen und das Wesen des Humors. Er war Professor am Gymnasium der Kantonsschule Solothurn und Privatdozent für Philosophie an der Universität Bern. Bis 1957 gehörte er der Bibliothekskommission an, einem Gremium, das für die Verwaltung der Zentralbibliothek Solothurn zuständig war und von den Bibliotheksträgern Kanton und Stadt Solothurn bestellt wurde.
Roetschi verfasste sowohl philosophische Schriften als auch Gedichte. Seine Gedichtband «Der Schleier der Mutter» (1953) wurde 1957 von Richard Flury zu einer «Kantate für eine hohe Stimme, gemischten Chor und Orchester» verarbeitet und 1966 erstmals aufgeführt. Zum 100. Geburtstag von Richard Flury erschien 1996 eine CD mit einer Aufnahme der Uraufführung.
Der Musikpädagoge, Chor- und Orchesterleiter und Komponist Alban Roetschi (1922–2015) war ein Sohn von Robert Roetschi. Albans Sohn Adalbert Roetschi (* 1953) ist Pianist, Klavierdozent und Dirigent.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Roetschi, Robert |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 1. Januar 1889 |
| GEBURTSORT | Solothurn |
| STERBEDATUM | 27. April 1964 |