Robert Schaab (* 28. Februar 1817 in Rötha bei Leipzig; † 18. März 1887 in Leipzig) war ein deutscher Organist und Musikwissenschaftler.
Nach einer ersten Anstellung 1834 an der Stadtschule Borna wurde er 1835 Lehrer in Lindenau, von 1843 bis 1853 an der Schule in Anger und anschließend Bürgerschullehrer in Leipzig. Dort wirkte er von 1878 bis zu seinem Tod als Organist an der Johanniskirche.
Schaab war ein Schüler von Felix Mendelssohn Bartholdy und E.F. Becker und trat vor allem durch zahlreiche Transkriptionen von Orchesterwerken für Klavier und Orgel hervor. Seine Ästhetik war konservativ geprägt und orientierte sich meist eng am Original. Als Schaab 1860 die symphonische Dichtung „Orpheus“ von Franz Liszt (1854) für Orgel transkribierte, stieß dies nicht auf das Gefallen des Komponisten. Liszt und Alexander Wilhelm Gottschalg überarbeiteten daraufhin das Arrangement, ergänzten Mittelstimmen und änderten den Schluss ab, wodurch eine Neufassung entstand.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schaab, Robert |
| ALTERNATIVNAMEN | Roberti, S. H. (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Organist, Komponist und Musikwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 28. Februar 1817 |
| GEBURTSORT | Rötha |
| STERBEDATUM | 18. März 1887 |
| STERBEORT | Leipzig |