Robert Schwankner

Robert Josef Schwankner (* 16. September 1958 in Traunstein) ist ein deutscher Chemiker. Er ist seit 1989 Professor für Umweltchemie und Radioökologie an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München.

Biographie

Schwankner war Bundessieger beim Wettbewerb Jugend forscht im Fachgebiet Biologie, Pflanzenphysiologie, (Tracerstudien) im Jahr 1975. Er studierte von 1977 bis 1983 Chemie und Geschichte der Naturwissenschaften an der LMU und der TU München, als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der WASAG-Stiftung und des Fonds der Chemischen Industrie.

Schwankner absolvierte sein Diplom 1983 über Radioökologie und Neutronenaktivierungsanalyse (NAA) von Plutonium-Spezies bei Ernst-Ludwig Winnacker und Fritz Weigel (Erstpräparateur von elementarem Promethium, Z = 61) am Forschungsreaktor der TU München. Von 1983 bis 1986 war er wissenschaftlicher Assistent im Institut für Physikalische Chemie der LMU München und promovierte 1986 bei dem späteren Chemie-Nobelpreisträger Gerhard Ertl in „Oberflächen- und Katalysechemie“. Dabei beschäftigte er sich mit den synergistischen, strukturbildenden Phänomenen der CO-Oxidation am Platin-Kontakt.

Schwankner war als Konservator Leiter des Kerschensteiner-Kollegs des Deutschen Museums München und bis zu seiner Wegberufung Leiter der Abteilungen Chemie als Nachfolger von Otto Krätz und der Abteilung Kernphysik ebendort.

Im Anschluss wurde er Referent für Strahlenschutz und Radioökologie im Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen in München.

Schwerpunkte seiner Forschung sind Nukleare Messtechnik und Radioökologie sowie die Didaktik und die Geschichte der Naturwissenschaften. Er ist seit 1976 Mitglied der Bundes- und Landesjury des Wettbewerbs Jugend forscht in den Fachgebieten Chemie und Biologie. Schwankner ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten sowie einer Reihe von Monographien und Lehrfilmsequenzen.

Schwankner ist ständiger Mitarbeiter des KIT Karlsruhe, Fortbildungszentrums für Technik und Umwelt (FTU) und der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen rAöR, Comburg/Schwäbisch Hall.

Robert Schwankner hat zwei Söhne.

Arbeitsgebiete

Auszeichnungen

Publikationen

Robert Schwankner ist Autor von über 100 wissenschaftlichen Publikationen in internationalen Zeitschriften sowie rund ein Dutzend Lehrbüchern für Hochschule und Studium (siehe Weblinks). Hauptarbeitsgebiete seiner Forschungen sind die Angewandte Kernphysik und Kernchemie sowie Geschichte und Didaktik der Naturwissenschaften

Bücher (Auswahl):

Einzelnachweise

  1. ↑ Robert Josef Schwankner et al.: Uran als Farbkörper in Gläsern und Glasuren: Strahlende Kostbarkeiten. In: Physik in unserer Zeit. Bd. 36, H. 4 (September 2005), S. 160–167, doi:10.1002/piuz.200501073, hier S. 167 (online).
  2. ↑ Untersuchungen über die Bleiaufnahme von Weizen durch die Wurzel im Hinblick auf Umweltschutz. Abgerufen am 22. Februar 2022.
Personendaten
NAME Schwankner, Robert
ALTERNATIVNAMEN Schwankner, Robert Josef (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Chemiker und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 16. September 1958
GEBURTSORT Traunstein