Robert Spindler

Robert Spindler (* 1. Juni 1893 in Ansbach; † 23. Oktober 1954 in München) war ein deutscher Anglist.

Leben

Der Schüler Max Försters promovierte 1923 über spätmittelenglische Visionsliteratur. Nach der Habilitation 1928 über Robert Browning und die Antike wurde er 1935 Försters Nachfolger und Seminarvorstand. Er trat zum 1. Mai 1933 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.213.223) und war seit 1934 Mitglied des NSDDB (Nr. 739). Als aktiver Nationalsozialist denunzierte er in Eingaben an die Universitätsleitung und an das Kultusministerium seinen Lehrer Max Förster. Dieser sei „jüdisch versippt“, stehe den Freimaurern nahe, heuchele nach außen nationale Gesinnung, sei aber in Wahrheit ein erbitterter Gegner des Nationalsozialismus und zudem geldgierig. 1939 verfasste er in einer Festschrift deutscher Wissenschaftler zum 50. Geburtstag Adolf Hitlers den Beitrag zur Lage der Anglistik.

1945 wurde Spindler aus dem Universitätsdienst entlassen. Ab 1950 war er im bayerischen Schuldienst tätig.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Todesdatum nach: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1961, S. 2391
  2. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/42120524
Personendaten
NAME Spindler, Robert
KURZBESCHREIBUNG deutscher Anglist
GEBURTSDATUM 1. Juni 1893
GEBURTSORT Ansbach
STERBEDATUM 23. Oktober 1954
STERBEORT München