Robert Stockhammer (* 19. August 1960 in München) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler (Komparatist). Er war von 2007 bis 2024 Professor am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der LMU München.
Stockhammer studierte Literaturwissenschaft, Linguistik und Philosophie, zunächst in München, dann vor allem an der Freien Universität Berlin. Im Anschluss an seine Promotion 1989 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Winfried Menninghaus am Peter-Szondi-Institut, wo er sich auch 1998 habilitierte. Zwischen 2000 und 2007 arbeitete er am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung. Von 2007 bis 2024 war er Professor am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der LMU München. Dort war er unter anderem Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs „Funktionen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung“. Gastprofessuren führten ihn an die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie die École normale supérieure (Paris). 2012 wurde er als ordentliches Mitglied in die Academia Europaea aufgenommen.
Zu Stockhammers Forschungsschwerpunkten zählen die deutsch-, englisch- und französischsprachige Literatur vor allem seit dem 18. Jahrhundert, darunter auch afrikanische Literaturen, die Geschichte der Grammatik, Rhetorik und Philologie, das Verhältnis von Globalisierung und Literatur (unter Aspekten wie Mehrsprachigkeit, Kosmopolitismus und Klimawandel), die Beziehungen der Literatur zu anderen Wissensformen und Medien (insbesondere Kartografie), das Verhältnis von Pop und Politik, sowie Figuren von zweifelhafter Existenz (Gespenster, Außerirdische, Zauberer, Schäfer und ähnliche).
| Personendaten | |
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| NAME | Stockhammer, Robert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komparatist |
| GEBURTSDATUM | 19. August 1960 |
| GEBURTSORT | München |