Robert Triffin

Robert Triffin (* 5. Oktober 1911 in Flobecq; † 23. Februar 1993 in Ostende) war ein belgisch-US-amerikanischer Ökonom.

Leben

Robert Triffin studierte zuerst Recht und dann Wirtschaft an der Université catholique de Louvain. 1935 zog Triffin in die USA, wo er 1938 in Harvard promovierte. Die Verwendung der Kreuzpreiselastizität als Indikator der Stärke konkurrierender Unternehmen geht auf seine 1941 entwickelte Theorie zurück und wird danach auch Triffinscher Koeffizient genannt.

Nach Unterrichtstätigkeit in den USA kehrte Triffin 1948 als Funktionär des IWF nach Europa zurück. Im Jahr 1959 machte er auf einen Konstruktionsfehler des Bretton-Woods-Systems aufmerksam, der als „Triffin-Dilemma“ bekannt wurde. 1963 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Die Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique nahm ihn im Dezember 1965 als assoziiertes Mitglied auf. Er setzte sich später mit der Europäischen Währungsunion auseinander und sah bei ihrer Entstehung weniger ökonomische als politische Probleme.

Werke (Auswahl)

Aufsätze
Bücher

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Jean-Marc Daniel: Histoire de l’économie mondiale : Des chasseurs-cueilleurs aux cybertravailleurs (= Collection Texto). 2. Auflage. Éditions Tallandier, Paris 2023, ISBN 979-1-02105623-7, S. 345.
  2. ↑ Académicien décédé: Baron Robert Adolphe Triffin. Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique, abgerufen am 21. März 2024 (französisch, mit Link zur Biografie (PDF)).
Personendaten
NAME Triffin, Robert
ALTERNATIVNAMEN Triffin, Robert Adolphe
KURZBESCHREIBUNG belgisch-US-amerikanischer Ökonom
GEBURTSDATUM 5. Oktober 1911
GEBURTSORT Flobecq
STERBEDATUM 23. Februar 1993
STERBEORT Ostende