

Robert Ultzmann (* 30. März 1842 in Kaschau; † 10. Juni 1889 in Wien) war ein österreichischer Urologe und Spezialist auf dem Gebiet der Harnröhrenerkrankungen.
Sein Vater war ein Kaufmann, in Kaschau besuchte er das Gymnasium, 1861 ging er nach Wien, war ordentlicher Professor an der Universität Wien. Seit 1872 arbeitete er an der Wiener Allgemeinen Poliklinik und behandelte auch den Außenminister Graf Gyula Andrássy. Ultzmann starb bei einem Unfall in Simmering; sein Grab mit einer Büste befindet sich am Evangelischen Friedhof Matzleinsdorf in Favoriten. Er hatte einen Sohn, Richard Ultzmann (Urologe) und einen Enkel Harald Ultzmann (Urologe).
Im Arkadenhof der Universität Wien ist seine Büste von K. Seliger zu sehen. Im Jahr 1888 wurde Ultzmann zum Mitglied der Leopoldina gewählt.
Im Jahr 1954 wurde in Wien-Donaustadt (22. Bezirk) die Ultzmanngasse nach ihm benannt.
Ultzmann gehört zu den Bahnbrechern der modernen Urologie, beschäftigte sich mit der Harnchemie und der Physiologie und Pathologie des Systems der harnbildenden und harnableitenden Wege. Er arbeitete eine exakte Methodik aus und erweiterte sein Fachgebiet um zahlreiche noch heute gebräuchliche Instrumente.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ultzmann, Robert |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Mediziner |
| GEBURTSDATUM | 30. März 1842 |
| GEBURTSORT | Kaschau, Ungarn |
| STERBEDATUM | 10. Juni 1889 |
| STERBEORT | Wien |