Robert Valentine

Robert Valentine (Robert Follentine) (* 16. Januar 1674 in Leicester; † nach 1735) war ein englischer Flötist und Komponist.

Leben

Robert Valentine stammt aus einer englischen Musikerfamilie, sein Vater war Thomas Follentine, der ab 1670 in Leicester wirkte und wegen unsicherer Stellungen in den 1690er Jahren nach Italien zog, und sein gesamtes berufliches Leben in Rom oder Neapel verbrachte. Ab 1707 wird Robert Valentine mehrmals als Blockflötist und Oboist bei Konzerten im Palazzo Ruspoli erwähnt, wo zu dieser Zeit Arcangelo Corelli, Antonio Caldara oder Georg Friedrich Händel ihre Werke aufführten. Valentine wirkte als Flötist und Komponist in Rom, unter anderem war er in den Diensten von Sir Thomas Samwell. Ob Valentine wie vermutet wird um etwa 1730 in seine Heimat zurückgekehrt ist, ist nicht nachgewiesen, obwohl der Verleger John Walsh zu dieser Zeit Werke Valentines veröffentlichte. Möglicherweise weilte Valentine 1735 in Amsterdam, um seine Bekanntschaft mit Pietro Locatelli zu beleben, der ein wichtiges Bindeglied zwischen den italienischen Komponisten und den niederländischen Verlegern war.

Er schuf zahlreiche Sonaten für Violine, einige Concerti grossi und neben einigen anderen Werken vorwiegend Kompositionen für Flöte in verschiedenen Besetzungen. Er schrieb überwiegend im corellisierenden Stil seiner Zeit, konnte jedoch in seinen Melodien seine englische Herkunft nicht verbergen. Diese Eigenheit hat seinen Werken, insbesondere denen für Flöte, zu seiner Zeit zu einiger Popularität verholfen. Er war damit das einzige Mitglied seiner musikalisch sehr aktiven Familie, das über Leicester hinaus bekannt wurde.

Werke

Werke mit Opuszahl

Werke ohne Opuszahl

Quellen

  1. ↑ Martin Medforth: Valentine [Follentine], Robert. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).
Personendaten
NAME Valentine, Robert
ALTERNATIVNAMEN Follentine, Robert
KURZBESCHREIBUNG englischer Flötist und Komponist
GEBURTSDATUM 16. Januar 1674
GEBURTSORT Leicester
STERBEDATUM nach 1735