Roberto Gerardi

Roberto Gerardi (* 18. Oktober 1919 in Rom; † 10. Juni 1995 in Parma, Italien) war ein italienischer Kameramann.

Leben und Wirken

Gerardi stieß 1941 zum Film und erlernte sein Handwerk als Assistent der Kameraveteranen Carlo Montuori und Anchise Brizzi, unter dessen Leitung er 1946 als einfacher Kameramann am Meisterwerk des neorealistischen italienischen Films Schuhputzer von Vittorio de Sica beteiligt gewesen war. In den Folgejahren bis 1955 wirkte der gebürtige Römer unter der Führung von Otello Martelli als Kameraoperateur an einer Reihe von italienischen Filmklassikern wie Bitterer Reis, Stromboli, Franziskus, der Gaukler Gottes, Es geschah Punkt 11, Wie herrlich, eine Frau zu sein und Die Schwindler. Zu Gerardis Regisseuren, deren Arbeitsweise er in diesen frühen Jahren kennenlernen durfte, zählten neben de Sica einige der wichtigsten Filmemacher jener Jahre, allen voran Roberto Rossellini, Giuseppe De Santis, Alessandro Blasetti und Federico Fellini.

1956 konnte Roberto Girardi unter Nanni Loy erstmals alleinverantwortlich als Chefkameramann arbeiten. In den kommenden gut drei Jahrzehnten stand er bei einer Fülle von soliden und zum Teil recht populären Unterhaltungsfilmen hinter der Kamera und setzte mit seinen Aufnahmen nationale wie internationale Stars wie Sophia Loren, Marcello Mastroianni, Alberto Sordi, Ugo Tognazzi, Romy Schneider, Horst Buchholz, Bette Davis, Fredric March, O. W. Fischer und Terence Hill ins Bild. Jedoch erlangte nur selten einer dieser Filme auch künstlerischen Rang. In seinen letzten Arbeitsjahren begann Roberto Gerardi außerdem für das heimische Fernsehen zu arbeiten, ehe er sich mit Beginn der 1990er Jahre auf das Altenteil zurückzog. Sein Neffe Roberto D’Ettorre Piazzoli arbeitet gleichfalls als Kameramann.

Filmografie

Literatur

Personendaten
NAME Gerardi, Roberto
KURZBESCHREIBUNG italienischer Kameramann
GEBURTSDATUM 18. Oktober 1919
GEBURTSORT Rom
STERBEDATUM 10. Juni 1995
STERBEORT Parma, Italien