Roberto Ridolfi (* 12. September 1899 in Florenz; † 28. Dezember 1991 ebenda) war ein italienischer Historiker.
Ridolfi entstammte der altflorentinischen, auch eng mit den Medici verschwägerten Familie der Ridolfi. Er nahm als Artillerieoffizier an der Endphase des Ersten Weltkrieges teil und beschäftigte sich in seiner Jugend mit Insektenkunde. Später forschte er in den Hauptarchiven von Florenz und erarbeitete auf Grund von neuentdeckten Dokumenten Biographien zu Francesco Guicciardini, Niccolò Machiavelli und Girolamo Savonarola. Für diese Schriften wurde er von der Universität Oxford mit einem Ehrendoktorat ausgezeichnet. In seinen Spätjahren schrieb Ridolfi Feuilletonartikel für den Corriere della Sera, die später auch in Büchern veröffentlicht wurden. 1967 wurde er korrespondierendes und 1977 Vollmitglied der Accademia Nazionale dei Lincei.
Roberto Ridolfi ist auf dem Cimitero di Soffiano in Florenz bestattet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ridolfi, Roberto |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 12. September 1899 |
| GEBURTSORT | Florenz |
| STERBEDATUM | 28. Dezember 1991 |
| STERBEORT | Florenz |