Roberto Simanowski

Roberto Simanowski (* 1963 in Cottbus) ist deutscher Professor für Literatur- und Medienwissenschaft und Gründer des Online-Journals für digitale Kunst und Kultur Dichtung-Digital.

Leben

Simanowski studierte Deutsche Literatur und Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo er 1996 als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes zur Unterhaltungsliteratur um 1800 mit dem Thema Die Verwaltung des Abenteuers. Massenkultur am 1800 am Beispiel Christian August Vulpius promovierte. Er arbeitete 1997 bis 1998 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Georg-August-Universität Göttingen im Sonderforschungsbereich Nationalität internationaler Literaturen, war Humboldt-Stipendiat an der Harvard University 1998 bis 2000 mit dem Forschungsprojekt „Cyberspace und Literatur“, Visiting Scholar an der University of Washington in Seattle 2001 bis 2002 sowie Gastprofessor am Institut für Medienwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena 2002/2003. Von 2003 bis 2010 lehrte er deutsche Literatur und Kultur sowie digitale Ästhetik an der Brown University in Providence, Rhode Island. Von 2010 bis 2013 war er Professor für Medienwissenschaft an der Universität Basel und von 2014 bis 2017 an der City University of Hong Kong.

2017 war er Gastprofessor an der Päpstliche Katholische Universität von Rio de Janeiro im Bereich Literaturwissenschaften, 2018 an der Universität Basel und war 2020 Max Kade Visiting Professor an der Vanderbilt University.

Seit 2020 ist er Distinguished Fellow of Global Literary Studies am Excellence-Cluster "Temporal Communities" der Freien Universität Berlin und seit 2021 assoziiertes Mitglied dort.

1999 gründete Simanowski dichtung-digital.de, ein Journal für Kunst und Kultur digitaler Medien, das er bis 2014 herausgab.

Simanowski lebt als Publizist in Berlin und Rio de Janeiro.

Auszeichnungen

Buchveröffentlichungen

Auftritte bei Radio und im Fernsehen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Dichtung Digital versteht sich als Beitrag zu einer wissenschaftlichen Reflektion von Kunst und Kultur in und mit digitalen Medien durch ausführliche Fallanalysen und theoretische Erörterungen., auf dichtung-digital, abgerufen am 22. Juni 202
  2. 1 2 3 Dr. Roberto Simanowski. Alexander von Humboldt Stiftung, abgerufen am 28. Juli 2026.
  3. 1 2 3 Vita – Roberto Simanowski. In: Homepage Roberto Simanowski. Abgerufen am 28. Juli 2026.
  4. 1 2 Roberto Simanowski | republica. republica GmbH, abgerufen am 29. Juni 2026.
  5. 1 2 Roberto Simanowski: Lebenslauf, Bücher und Rezensionen bei LovelyBooks. In: Lovelybooks.de. aboutbooks GmbH, 20. November 2025, abgerufen am 29. Juni 2026.
  6. ↑ Angaben zur Vita auf simanowski.info.
  7. ↑ Profil des Autors beim Verlag Matthes & Seitz Berlin.
  8. ↑ Roberto Simanowski. FU Berlin, abgerufen am 6. Oktober 2020 (englisch).
  9. ↑ Deutscher Sachbuchpreis. Abgerufen am 16. Juli 2026 (deutsch).
  10. ↑ ZEIT-Edition »Wendepunkte« - 6 Sachbücher zu den großen Herausforderungen der Gegenwart | ZEIT Shop. Abgerufen am 16. Juli 2026.
  11. ↑ The MIT Press: MIT Press Books Take Home CHOICE Awards. 22. Januar 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020 (englisch).
  12. ↑ kultur-online - Tractatus 2020 des Philosophicum Lech geht an Roberto Simanowski. 27. September 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.