Rochel Gelman (* 23. Januar 1942) ist eine kanadisch-US-amerikanische Entwicklungspsychologin und Kognitionswissenschaftlerin.
Rochel Gelman wuchs in Toronto auf und studierte an der University of Toronto (B.A. 1963) und an der University of California, Los Angeles mit dem Master-Abschluss 1965 und der Promotion 1967. Sie lehrte und forschte zunächst an der Brown University (Assistant Professor 1967/68), von 1968 bis 1989 an der University of Pennsylvania (Associate Professor 1972, volle Professur 1977), 1989 bis 2000 an der UCLA und danach an der Rutgers University, wo sie Distinguished Professor wurde und 2002 bis 2011 Ko-Direktorin des Rutgers Center for Cognitive Science (RuCCS) war. In den 2010er Jahren war sie auch aktiv darin, Verbindungen mit dem Institut für Psychologie in Peking herzustellen.
Sie war Gastwissenschaftlerin an der University of California, Irvine (1973/74), an der New York University (2005/06) und der Universität London (2005/06), Fellow am Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences in Palo Alto (1977/78, 1984/85) und Gastprofessorin an der University of Minnesota (1968).
Zu ihren Studenten gehört Susan Goldin-Meadow.
Rochel Gelman untersuchte die kognitive Entwicklung von Vorschulkindern und Kleinkindern, zum Beispiel wie sie den Umfang mit elementarer Mathematik erlernen (natürliche Zahlen und Zählen, Arithmetik), den Unterschied zwischen lebendigen und toten Objekten wie Maschinen, das Erlernen des korrekten sprachlichen Ausdrucks und der Verwendung von Wörtern im Gespräch mit anderen und das Erlernen kausaler Zusammenhänge. Sie untersuchte aber auch die Schwierigkeiten bei älteren Menschen, Konzepte in Naturwissenschaft und Mathematik zu verstehen wie das der rationalen Zahlen. Rochel Gelman arbeitete sowohl empirisch als auch theoretisch, entwickelte in kreativer Weise neue Protokolle und stellte mit ihren Forschungsergebnissen langgehegte ältere Vorstellungen über die kognitive Entwicklung von Kindern in Frage. Sie entwickelte einen theoretischen Rahmen, der sowohl die vorgegebenen kognitiven Strukturen bei Kindern als auch die Rolle des Lernens berücksichtigt.
Sie ist Mitglied der National Academy of Sciences (2006), der American Academy of Arts and Sciences. Sie war Guggenheim Fellow (1973/74) und William James Fellow der American Psychological Society und erhielt deren Mentor Award.
Sie ist seit 1969 mit dem Psychologie-Professor an der Rutgers University Charles R. Gallistel (Charles Randy Gallistel, * 1941) verheiratet, mit dem sie auch veröffentlichte. Er war auch Ko-Direktor des RuCCS. Das Paar hat einen 1975 geborenen Sohn.
| Personendaten | |
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| NAME | Gelman, Rochel |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadisch-US-amerikanische Entwicklungspsychologin und Kognitionswissenschaftlerin |
| GEBURTSDATUM | 23. Januar 1942 |