
Roger Manderscheid (* 1. März 1933 in Itzig (Hesperingen); † 1. Juni 2010 in Hesperingen) war ein luxemburgischer Schriftsteller.
Manderscheid, Sohn eines Stellmachers, besuchte von 1946 bis zum Abschluss des Abiturs 1952 das Athenäum in Luxemburg und war anschließend kurze Zeit als Ersatzlehrer in Consdorf und Eisenbahnbeamter in Bettemburg tätig. Von 1953 bis 1956 war er Reserveoffizier der Armee. Daraufhin stand Manderscheid ab 1956 als Beamter im Dienst des Arbeitsministeriums und war von 1977 bis 1993 Inspecteur principal des Kultusministeriums. Er war Gründungsmitglied des Lochness-Verlags Luxemburger Autoren, der Édition ultimomondo und der Lëtzebuerger Konschtgewerkschaft sowie Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland und bis 1997 Präsident des Luxemburger Schriftstellerverbandes (LSV), seit 1997 Ehrenpräsident.
Manderscheid schrieb Gedichte, Hörspiele, Theaterstücke, Kurzgeschichten und Romane auf Deutsch und Luxemburgisch.
Sein bekanntestes Werk ist eine luxemburgische Roman-Trilogie, deren erster Band, Schacko Klak, 1989 unter Regie von Frank Hoffmann und Paul Kieffer verfilmt wurde. In diesem Buch berichtet er, wie er die Kriegszeit als kleiner Junge empfunden hat. Es folgten De Papagei um Käschtebam mit Szenen aus der Nachkriegszeit sowie Feier a Flam.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Manderscheid, Roger |
| KURZBESCHREIBUNG | luxemburgischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1933 |
| GEBURTSORT | Itzig (Hesperingen), Luxemburg |
| STERBEDATUM | 1. Juni 2010 |
| STERBEORT | Hesperingen |