Die Rohrburg war ein Wasserschloss bei Durmersheim in der ehemaligen Markgrafschaft Baden am Federbach. Als „Rohrburg“ explizit erstmals im Jahr 1481 erwähnt, wahrscheinlich aber identisch mit der bereits 1388 genannten „Burg“ Durmersheim. Gehörte den Markgrafen von Baden, die sie als Lehen an verschiedenen Adelsfamilien weitergaben. Im 16. Jahrhundert auch Sitz einer kleinen überregionalen Verwaltungseinheit, eines „Amtes“, dem freilich nur die beiden Gemeinden Durmersheim und Au am Rhein angehörten. Nach 1700 unbewohnt und zunehmend verfallen, um 1770 endgültig abgebrochen.
Das Schloss wurde wohl mehrfach um- bzw. neu gebaut. Neben dem feuchten Baugrund am Federbach – wodurch das lange Zeit nur aus Holz gebaute Gebäude natürlich litt – sind auch kriegerische Einwirkungen als Grund zu nennen. Von größeren Um- bzw. Neubauten wissen wir aus der Zeit um 1555 und 1657. Erst damals (1657) wurde das Hauptgebäude des Schlosses aus Stein errichtet.
Der Lehensmann Hans Dietrich Bademer beschrieb sein Schloss 1662 folgendermaßen:
„Das hauß Rohrburg mit einem umgebenen Wassergraben, ligt bey und unterhalb dem Dorff Durmersheimb, welches aber bei dem Kriegswesen ganz abgegangen, niedergefallen und einer Einöde gleich gesehen. Ich aber habe uff den Stockh wieder eine neue Behaußung setzen, selbige unter Dach bringen, und bin noch im Werkh begriffen, den innwendigen Bau nach und nach außmachen zu lassen. Für das andere befindet sich im Vorhoff ein Meyerhäußlein, Scheuer und Stallung, welche ganz baufällig gewesen. Die habe ich wieder reparieren lassen, dass man selbige bewohnen kann“.
1763 wurde das damals bereits im Verfall begriffene Schloss so beschrieben:
„Ein auf drey Stockwerke von Steinen erbautes modelmäsiges Schlösslein so ehemals bewohnet worden, dermalen aber in abgang ist dannoch mit einem noch brauchbaren schönen Speicher und unterhalb mit Stallungen versehen. Item ein dazu geheriges einstocketes Hauß vornen an Holtz und von der hinteren Seite mit Steinen gebauet beede gebäude neben einander samt dazugehörigen Hofraithe“.
Die Rohrburg befand sich am Zufluss des Schmidtbachs in den Federbach neben der noch heute bestehenden Mühle.
Lehensträger:
Als Dienstsitz (nicht mehr als Lehen) badischer Beamter:
Wieder als Lehen:
Verwalter des Schlosses:
Koordinaten: 48° 55′ 54,5″ N, 8° 15′ 50,8″ O