Roland Kirsch (* 1960 in Deta, Rumänien; † 2. oder 3. Mai 1989 in Timișoara) war ein rumänischer Schriftsteller.
Kirsch entstammte der rumäniendeutschen Volksgruppe der Banater Schwaben. Er war Ingenieur in einem Schlachthaus, fotografierte die „Tristesse des Alltags“ und schrieb Prosaminiaturen. Er stand der literarischen Aktionsgruppe Banat nahe und war später Mitglied des Literaturkreises „Adam Müller-Guttenbrunn“ in Timișoara, in dem nach 1975 auch die meisten früheren Angehörigen der Aktionsgruppe mitwirkten.
Im Mai 1989 wurde er erhängt in seiner Wohnung gefunden. 1996 erschien in Deutschland aus seinem Nachlass der Band Der Traum der Mondkatze.
In einem 1996 im Hamburger Abendblatt veröffentlichten Interview bekräftigte der Schriftsteller Richard Wagner seinen Verdacht über einen Zusammenhang zwischen Kirschs Tod und den Aktivitäten des ehemaligen rumänischen Geheimdienstes Securitate:
Die Nobelpreisträgerin Herta Müller äußerte sich 2009 zum Tod von Roland Kirsch:
Ernest Wichner bemerkte 2009 in diesem Zusammenhang über den im Dezember 1989 zweitmächtigsten Mann der Securitate in Timișoara, Radu Tinu:
Wichner und Wagner waren Mitbegründer der Aktionsgruppe Banat und gehörten ebenso wie Kirsch und Müller dem späteren Literaturkreis „Adam Müller-Guttenbrunn“ an.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kirsch, Roland |
| KURZBESCHREIBUNG | rumäniendeutscher Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 1960 |
| GEBURTSORT | Deta |
| STERBEDATUM | 2. Mai 1989 oder 3. Mai 1989 |
| STERBEORT | Timișoara |