Roland Salomon (* 21. Februar 1935 in Meiringen, Kanton Bern; † 25. Juli 2026) war ein Schweizer Autorennfahrer, mehrfacher Schweizer Meister im Automobilsport sowie Unternehmer.
Schon in seiner Jugend war Roland Salomon von schnellen Rennwagen angetan. 1947, mit gerade 12 Jahren, besuchte er den Grossen Preis der Schweiz in Bern – der Beginn seiner Motorsportleidenschaft. Nach den Speed Model Cars und dem Karting folgte 1964 der Schritt in den Automobilrennsport.
Von 1951 bis 1960 war Roland Salomon in der Modellautorennszene unterwegs, nahm an Schweizer-, Europa- und Weltmeisterschaften teil. Er baute eigene Modelle, vom RS 1 bis zum revolutionären RS 10 «Killer», mit dem er 1958 Weltmeister wurde und in der 2,5-ccm-Klasse mit 150,25 km/h den damaligen Weltrekord holte.
Palmares:
1959 kam Roland Salomon mit dem Kartsport in Berührung. Trainiert wurde auf dem Werksgelände der Pilatus Flugzeugwerke in Stans. Mit seinem Kart von EHZ Hostettler, einer selbst entwickelten und patentierten Scheibenbremse und dem Einsatz von König-Motoren errang er Siege, unter anderem beim Grossen Preis von Stuttgart.
Mit dem Ford Anglia Cosworth und einer Debütanten-Lizenz begann 1964 Salomons Karriere als Autorennfahrer, die bis 1978 dauerte. 1965 kaufte er sich den ersten Monoposto, einen Lotus 20, der in den Vorjahren von Jo Siffert gefahren wurde. 1966 folgte ein Lotus 27 Monocoque Formel 3. Mit diesem Rennwagen fuhr er erste Siege und Podeste ein. 1968 kaufte Salomon bei Frank Williams einen Brabham BT21 und gewann damit im selben Jahr die Europäische Formel-3-Meisterschaft, im Team mit Clay Regazzoni und Jürg Dubler. Weitere Spitzenresultate folgten in der Schweiz (Bergrennen) und auf internationalen Rundstrecken.
Von 1971 bis 1973 fuhr Salomon mit Brabham BT28, GRD 272 und March-BMW 732 die Schweizer Meisterschaft und internationale Formel-2-Einsätze. Zwischen 1974 und 1978 folgten intensive Rennjahre mit dem Modus Atlantic. 1974 nahm Salomon im Team Gulf Switzerland zusammen mit Heinz Schulthess mit einem Lola T284 am 6-Stunden-Rennen von Kyalami teil, schied aber nach 62 Runden wegen eines technischen Defekts aus.
Palmares:
Roland Salomon war von 1974 bis 1978 Präsident des Schweizer Autorennfahrer Clubs (SAR). 2015 wurde er für seine Verdienste im Automobilrennsport mit der Aufnahme in die Wall of Fame der Autobau Romanshorn geehrt.
Roland Salomon war viele Jahre als Konstrukteur, Geschäftsleiter und Unternehmer in der Branche der Textilreinigungsmaschinen tätig. 1977 gründete er die auf Textilpflegemaschinen spezialisierte Rosal AG in Bern und übernahm unter anderem die Vertretung der dänischen Firma Jensen in der Schweiz. 1997 gründete Salomon die Tochterfirma Wasco AG und übernahm die Vertretung von Elektrolux für gewerbliche Wäschereimaschinen in der Schweiz. 2006 fusionierten die beiden Firmen zu Wasco Rosal AG, die 2010 verkauft wurde.
Roland Salomon starb am 25. Juli 2026 im Alter von 91 Jahren.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Salomon, Roland |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Unternehmer und Autorennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 21. Februar 1935 |
| GEBURTSORT | Meiringen, Kanton Bern |
| STERBEDATUM | 25. Juli 2026 |