Rolf Engelsing (geboren am 9. Oktober 1930 in Bad Frankenhausen, gestorben am 15. Januar 1986 in Berlin) war ein deutscher Historiker. Er war Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Freien Universität Berlin. Engelsing befasste sich mit der Sozialgeschichte von Unterschichten und gilt als Pionier der Leseforschung.
Rolf Engelsing studierte an der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, wo er 1955 mit einer Arbeit unter dem Titel Bremen als Auswandererhafen 1683–1880 promoviert wurde und sich 1966 habilitierte. Danach war er Bibliothekar an der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen. Ab 1964 war er an der Freien Universität Berlin beschäftigt, von 1964 bis 1966 als Akademischer Rat am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und bis 1969 als Wissenschaftlicher Rat. Im Jahr 1969 wurde er als Professor berufen. Von 1971 bis 1986 hatte er den Lehrstuhl am Zentralinstitut für Sozialwissenschaftliche Forschung (ZI 6) im Arbeitsbereich Wirtschafts- und Sozialgeschichte inne. Dort lehrte er über die soziale Lage der Unterschichten sowie über Buch- und Sozialgeschichte, wobei er zuvor selten benutzte Quellen wie Tagebücher, Karikaturen, Briefe und Notizen unterer Schichten verwendete. Ein Schwerpunkt seiner Forschung war die Geschichte des Lesens.
Rolf Engelsing gilt als Pionier der deutschen Leseforschung, er hat zentrale Werke zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Buchgewerbes geschrieben. Sein akademischer Nachlass befindet sich im Archiv der Freien Universität.
| Personendaten | |
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| NAME | Engelsing, Rolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte |
| GEBURTSDATUM | 9. Oktober 1930 |
| GEBURTSORT | Bad Frankenhausen |
| STERBEDATUM | 15. Januar 1986 |
| STERBEORT | Berlin |