Roman Palester

Roman Palester (Urheberrechte unklar)

Roman Palester (geboren 28. Dezember 1907 in Śniatyn, Österreich-Ungarn; gestorben 25. August 1989 in Paris) war ein polnischer Komponist.

Leben

Roman Palester wurde in Śniatyn geboren, das bis 1918 zu Österreich-Ungarn und dann zu Polen gehörte. Ab dem siebten Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht. Er studierte das Instrument von 1919 bis 1921 am Musikinstitut von Krakau und bis 1925 am Konservatorium von Lemberg bei Maria Soltys. Ab 1925 studierte er Philosophie an der Universität Warschau und parallel am Konservatorium Musik bei Kazimierz Sikorski. 1930 debütierte er als Komponist mit der Aufführung der Muzyka symfoniczna in Warschau.

1932 war Palester mit Psalm V Preisträger im Wettbewerb der Singers’ Societies Association, 1935 mit Wariacje im Wettbewerb der polnischen Musikverlegergesellschaft. 1937 wurde sein Ballett Pieśń o ziemi bei der Weltausstellung in Paris mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Daneben entstanden in dieser Zeit, u. a. in Zusammenarbeit mit Leon Schiller und Juliusz Osterwa, zahlreiche Film-, Schauspiel- und Rundfunkmusiken.

Seit 1936 war Palester Vizepräsident des polnischen Komponistenverbandes, seit 1937 Vizepräsident der polnischen Sektion der International Society for Contemporary Music, deren 17. Festival er 1939 in Warschau und Krakau leitete. Während des Zweiten Weltkrieges lebte er in Warschau. Während des Warschauer Aufstandes gingen einige seiner Kompositionen verloren, Palester selbst war sechs Wochen lang in einem Gestapo-Gefängnis.

Von 1945 bis 1947 war Palester Vizerektor und Professor für Komposition an der Staatlichen Musikhochschule Krakau. 1947 verließ er Polen und ließ sich nach der Proklamation des sozialistischen Realismus in der Musik durch den polnischen Komponistenverband endgültig im Ausland nieder. Er lebte zunächst in Paris und von 1952 bis 1972 in München. Hier war er Mitarbeiter der polnischen Sektion von Radio Free Europe.

Während in Polen sein Name in den Medien nicht genannt werden durfte und der Komponistenverband seine Mitgliedschaft löschte, hatte Palester mit seinen Kompositionen internationale Erfolge. Die italienische Sektion der International Society for Contemporary Music zeichnete ihn 1962 mit dem ersten Preis für die Oper Smierc Don Juana aus, zwei Jahre später erhielt er den Alfred-Jurzykowski-Preis für sein Werk in der Emigration.

Seit Ende der 1970er Jahre wurde Palester in Polen rehabilitiert. 1981 annullierte der Komponistenverband seinen Ausschluss, die polnische Sektion der International Society for Contemporary Music und der Karol-Szymanowski-Musikgesellschaft zogen nach. Palester besuchte jedoch Polen nur noch einmal zur Erstaufführung seines Hymnus pro gratiarum actione 1983.

Werke

Filmografie (Auswahl)

Literatur