
Ronald John Stern (* 20. Januar 1947 in Chicago) ist ein US-amerikanischer Mathematiker, der sich mit niedrigdimensionaler geometrischer Topologie (speziell von 4-Mannigfaltigkeiten) und der Mathematik von Eichfeldtheorien befasst.
Stern studierte am Knox College mit dem Bachelor-Abschluss 1968 und an der University of California, Los Angeles, an der er 1970 seinen Master-Abschluss erhielt und 1973 bei Robert Duncan Edwards promoviert wurde (On topological vector fields). 1973/74 war er am Institute for Advanced Study. 1974 wurde er Instructor, 1976 Assistant Professor, 1979 Associate Professor und danach Professor an der University of Utah. Ab 1989 war er Professor an der University of California, Irvine.
Sein Arbeitsfeld geometrischer Topologie von 4-Mannigfaltigkeiten war ab den 1980er Jahren Gegenstand stürmischer Entwicklung, insbesondere durch die Entwicklung von Verbindungen zu Eichfeldtheorien (Yang-Mills-Theorie, ins Zentrum der Forschung gerückt durch den Fieldmedaillen-Preisträger Simon Donaldson) und zur Stringtheorie in der Physik und der Entwicklung der Knotentheorie und symplektischen Geometrie. Er arbeitet eng mit Ron Fintushel zusammen. Stern und Fintushel leisteten zum Beispiel Beiträge zur Berechnung von Donaldson-Invarianten.
1998 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Berlin (Construction of smooth 4-manifolds mit Ronald Fintushel).
Er ist Mitglied der American Association for the Advancement of Science und Fellow der American Mathematical Society, in deren Board of Trustees er 2009 bis 2014 war (2012/13 als Vorsitzender).
Er ist Herausgeber von Geometry and Topology.
Er ist seit 1985 verheiratet und hat zwei Töchter.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stern, Ronald J. |
| ALTERNATIVNAMEN | Stern, Ronald John (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 20. Januar 1947 |
| GEBURTSORT | Chicago |