Route der Wohnkultur

Gartenstadt Hohenhagen, Villa Hohenhof, Eingangsbereich

Die Route der Wohnkultur ist ein Projekt im Rahmen der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas.

Konzept

Ziel der „Route der Wohnkultur“ war es, Einblicke in die Vielfalt des Wohnens im Ruhrgebiet zu gewähren. Die „Route der Wohnkultur“ versuchte den Wohnalltag des Ruhrgebietes unter Berücksichtigung des bauhistorischen Kontextes zu beschreiben und erlebbar zu machen. Sie verknüpfte zu diesem Zweck vom Einzelhaus bis zur Siedlung knapp 60 Wohnprojekte in der gesamten Metropole Ruhr inhaltlich miteinander. Über geführte Touren wurden real bewohnte Wohnungen aus der Zeit von 1850 bis heute in einen anschaulichen Zusammenhang gebracht.

Die Betrachtungen fingen an bei der Wohnung selbst und reichten über das jeweilige Wohnumfeld, den Standort im Stadtgefüge, die Nachbarschaft bis hin zu Sozialstrukturen und Fragen der Identität und Symbolik einer Wohnform.

Anhand der vier großen Themen des Wohnens im Ruhrgebiet „Siedlung, Geschichte & Moderne, Urbanität und Demografie“ wurden beispielhafte Wohnprojekte anschaulich gemacht.

Wohnhochhaus Heiligegartenstraße Dortmund
Hustadt in Bochum-Querenburg
Birschels Mühle in Hattingen

Wohnprojekte im Einzelnen

Die Wohnprojekte der „Route der Wohnkultur“ umfassten Einzelbauten, Umbauten und Siedlungen unterschiedlicher Epochen und Themen. Sie thematisierten zum Beispiel modernen Wohnungsbau am Duisburger Innenhafen, Transformationsprozesse in Großsiedlungen (Tossehof in Gelsenkirchen, die Hustadt in Bochum oder der Schillerpark in Oer-Erkenschwick) und Umbauten und Umnutzungen ehemaliger Industriegebäude. Des Weiteren wurden Beispiele für Sanierungen und Modernisierungen historischer Bauwerke (Hattinger Altstadt, Duisburger BauhausKarree) sowie Wohnkonzepte, die auf die demografische Veränderungen des Ruhrgebiets reagieren (WohnreWIR Tremonia in Dortmund, Fliedner Dorf in Mülheim an der Ruhr) vorgestellt.

Zielgruppen und Orte

Gebäude in der Siedlung Teutoburgia, Herne
Siedlung Schüngelberg, Gelsenkirchen
Siedlung Eisenheim, Oberhausen
Dilldorfer Höhe, Essen
Seniorenzentrum der AWO im Innenhafen Duisburg
Häuser an der Akademie Mont-Cenis

Die „Route der Wohnkultur“ sprach gleichermaßen ein Fachpublikum wie auch die interessierte Öffentlichkeit an. Die Standorte der mehrstündigen Bustouren und ein- bis zweistündigen Spaziergänge orientierten sich an den Portalstädten der Kulturhauptstadt RUHR.2010 Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum, Dortmund.

Sonderveranstaltungen im Rahmen der Route der Wohnkultur Während des „Tages der Wohnkultur“ am 19. September und während des Sommers der Wohnkultur von August bis Oktober wurden zusätzlich ausgewählte bewohnte Wohnungen im Rahmen geführter Touren für die Besucher geöffnet. Am Tag der Wohnkultur fanden Informationsveranstaltungen zum Wohnen, thematische Führungen, Veranstaltungen und Nachbarschaftsfeste statt.

Objekte

Öffentlich geförderte Wohnungsbauprojekte*

Beteiligte

Projektautor:

Partner:

Förderer:

Hauptprojektsponsor der Route der Wohnkultur von RUHR.2010:

Quellen

Literatur