Rubiscoline

Die Rubiscoline sind eine Gruppe von Opioidpeptiden, die bei der Verdauung des Proteins Ribulose-1,5-bisphosphat-carboxylase/-oxygenase (RuBisCo) von Spinatblättern entsteht.

Wirkungsweise

Die Rubiscoline imitieren die Effekte von Opioiden, weshalb sie psychisch aktiv sind. Sie sind den Gluten-Exorphinen (Gliadorphine) sehr ähnlich. Ihr Einfluss auf die psychische Verfassung ist noch nicht vollständig geklärt, beziehungsweise wird er sehr kontrovers diskutiert (siehe Gfcf-Ernährung). Die Rubiscoline binden an den δ-Opioidrezeptor und haben einen analgetischen (schmerzlindernden) Effekt. Zudem stimulieren sie die Gedächtnisbildung. 2007 wurden im Tiermodell angstlösende Eigenschaften von Rubiscolin-6 festgestellt.

Typen der Rubiscoline

Bisher sind zwei Typen von Rubiscolinen bekannt.

Rubiscolin-5

Rubiscolin-6

Einzelnachweise

  1. ↑ Yang S, u. a.: Rubiscolin, a delta selective opioid peptide derived from plant Rubisco. In: FEBS Lett. 509. Jahrgang, Nr. 2, 2001, S. 213–7, PMID 11741591 (englisch).
  2. ↑ Yang S, Kawamura Y, Yoshikawa M: Effect of rubiscolin, a delta opioid peptide derived from Rubisco, on memory consolidation. In: Peptides. 24. Jahrgang, Nr. 2, 2003, S. 325–8, PMID 12668220 (englisch).
  3. ↑ Hirata H, Sonoda S, Agui S, Yoshida M, Ohinata K, Yoshikawa M: Rubiscolin-6, a delta opioid peptide derived from spinach Rubisco, has anxiolytic effect via activating sigma<sub>1</sub> and dopamine D1 receptors. In: Peptides. 28. Jahrgang, Nr. 10, 2007, S. 1998–2003, doi:10.1016/j.peptides.2007.07.024, PMID 17766012 (englisch).

Literatur

Siehe auch