Rudolf Freytag (* 22. November 1879 in Regensburg; † 6. September 1959 ebenda) war ein deutscher Archivar.
Freytag war der Sohn des Magistratssekretärs Friedrich Freytag und dessen Frau Walburga. Nach dem Abitur am Alten Gymnasium in Regensburg studierte er von 1898 bis 1902 in München Klassische Philologie und Geschichte. Nach dem Staatsexamen wurde er zunächst Praktikant am Alten Gymnasium in Regensburg und 1903 Lehrer am Redemptoristen-Gymnasium in Gars am Inn. 1904 bis 1912 war er als Privatlehrer des Erbprinzen Franz Joseph von Thurn und Taxis tätig. Im Jahr 1907 wurde er in München in Klassischer Philologie promoviert.
1912 trat er als Archivassessor in den Fürstlich Thurn- und Taxis’schen Archiv- und Bibliotheksdienst ein und wurde 1915 Archivrat, 1921 Oberarchivrat und leitete das fürstliche Archiv und die Bibliothek. Von 1915 bis 1918 leistete er Dienst im Ersten Weltkrieg und erhielt das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse sowie den Bayerischen Militärverdienstorden. Im Juni 1946 trat er in den Ruhestand. Im Jahr 1956 wurde er mit der Albertus-Magnus-Medaille der Stadt Regensburg geehrt.
Er publizierte zur Geschichte der von den Thurn und Taxis betriebenen Kaiserlichen Reichspost, der privaten Thurn-und-Taxis-Post, zur Geschichte des Hauses Thurn und Taxis sowie zur Geschichte der Stadt Regensburg.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Freytag, Rudolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Archivar |
| GEBURTSDATUM | 22. November 1879 |
| GEBURTSORT | Regensburg |
| STERBEDATUM | 6. September 1959 |
| STERBEORT | Regensburg |