Rudolf Frosch

Rudolf Johann Gustav Frosch (* 20. März 1803 in Bischdorf bei Pitschen, Oberschlesien; † 11. Dezember 1861 in Schwanowitz) war ein deutscher evangelischer Theologe.

Leben

Rudolf Frosch wurde als Sohn eines Pastors geboren. Er besuchte die polnische Ortsschule in Kauern bei Brieg, die deutsche Stadtschule in Löwen und das Gymnasium in Brieg.

Er studierte seit 1821 Evangelische Theologie an der Universität Breslau. Während seines Studiums wurde er 1821 Mitglied der Alten Breslauer Burschenschaft Arminia, weswegen er vom Senat der Universität am 13. Juli 1822 relegiert und zu Amtsunfähigkeit verurteilt wurde. Durch eine Kabinettsorder wurde er am 31. März 1824 begnadigt. 1824 wurde er Lehrer in Rosenthal bei Meseritz. Eine erneute Kriminaluntersuchung durch das OLG Breslau im November 1824 führte am 30. Januar 1826 zu einem Freispruch mangels Beweisen. 1826 war er als Hauslehrer bei Familie von Gersdorff in Bauchwitz tätig. Nachdem er seine theologischen Examina 1826 vor dem Konsistorium in Posen abgelegt hatte, wurde Frosch 1827 ordiniert. Er wurde Pfarrer in Kreisewitz und Giersdorf bei Brieg und 1840 in Schwanowitz und Pramsen.

Frosch war Mitherausgeber des Evangelischen Kirchenfreunds und veröffentlichte Beiträge im Evangelischen Kirchen- und Schulblatt, den Schlesischen Provinzialblättern, der Schlesischen Chronik und Karl Adolph Suckows Zeitschrift Der Prophet. Er war Leiter eines Schullehrervereins und leitete praktische Schullehrerkonferenzen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Frosch, Rudolf
ALTERNATIVNAMEN Frosch, Rudolf Johann Gustav
KURZBESCHREIBUNG deutscher evangelischer Theologe
GEBURTSDATUM 20. März 1803
GEBURTSORT Bischdorf bei Pitschen, Oberschlesien
STERBEDATUM 11. Dezember 1861
STERBEORT Schwanowitz