Rudolf Imelmann (* 31. Januar 1879 in Berlin; † 17. März 1945 in London) war ein deutscher Anglist und Hochschullehrer.
Rudolf Imelmann war ein Sohn des Gymnasiallehrers Johannes Imelmann und der Sophy Werner Steinbrecher. Nach seiner Reifeprüfung am Joachimsthaler Gymnasium Berlin studierte er ab 1898 zunächst Germanistik und Nordische Philologie an den Universitäten Jena und Bonn. Nach seinem 5. Studiensemester studierte er auch Anglistik, Romanistik und Keltologie an den Universitäten Freiburg/Br. und Berlin. 1902 promovierte er an der Universität Berlin bei dem Anglisten und Literaturwissenschaftler Alois Brandl. In den Jahren von 1903 bis 1914 hielt er sich immer wieder zu Studienzwecken in England auf, u. a. in Bangor zum Erlernen der keltischen Sprachen. 1905 habilitierte er sich an der Universität Bonn und lehrte dort bis 1918 als Privatdozent bzw. ab 1914 als Titularprofessor. Während des Ersten Weltkriegs war er in Berlin am Kriegspresseamt tätig. 1918 erhielt er einen Ruf auf eine Professur an der Universität Rostock und leitete dort das Englische Seminar. Von 1929 bis 1933 war Imelmann o. Professor an der Universität Frankfurt/M. 1933 wurde der Protestant Imelmann wegen seiner jüdischen Herkunft aufgrund des Berufsbeamtengesetzes (§ 3) entlassen. 1939 emigrierte er nach England und starb dort 1945.
Imelmann veröffentlichte vor allem Arbeiten zur altenglischen Literatur. Außerdem übersetzte er drei Werke von William Shakespeare in die deutsche Sprache.
| Personendaten | |
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| NAME | Imelmann, Rudolf |
| ALTERNATIVNAMEN | Imelmann, Rudolf H. R. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Anglist und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 31. Januar 1879 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 17. März 1945 |
| STERBEORT | London |