


Rudolf Junk (* 23. Februar 1880 in Wien; † 20. Dezember 1943 in Rekawinkel, Niederösterreich) war ein österreichischer Grafiker und Maler. Er entwarf zahlreiche österreichische Kronen- und Schillingbanknoten.
Junk, Sohn des Bautechnikers David Valentin Junk und dessen Ehefrau Wilhelmine geb. Klier, besuchte zuerst Kindergarten und Volksschule in Wien, bevor er 1894 an das Stiftsgymnasium Melk wechselte. Dort zählten Leopold Blauensteiner und Richard Kurt Donin (die beiden machten sich später als Maler bzw. Kunsthistoriker einen Namen) zu seinen Klassenkameraden. Danach studierte er Germanistik und Keltische Philologie an der Universität Wien, wo er 1903 auf Basis der Dissertation Über die Bamberger Glaubens- und Beichtformel und das Stück von Himmel und Hölle zum Dr. phil. promoviert wurde. Von 1903 bis 1908 besuchte er die Spezialschule Heinrich Leflers an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Ab 1909 arbeitete er als Grafiker für die Österreichische Staatsdruckerei und entwarf bis zu seinem Tod insgesamt 24 (in Umlauf gebrachte) Banknoten, außerdem Wertpapiere, Brief- und Stempelmarken. Von 1909 bis 1922 war er Mitglied des Wiener Hagenbundes, von 1912 bis 1918 Künstlerischer Beirat der Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien und von 1924 bis 1943 Direktor der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien.
Sein Bruder Victor Junk (1875–1948) war Musik- und Tanzwissenschaftler.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Junk, Rudolf |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Grafiker und Maler |
| GEBURTSDATUM | 23. Februar 1880 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 20. Dezember 1943 |
| STERBEORT | Rekawinkel, Niederösterreich |