Rudolf Keussen

Rudolf Keussen (* 24. August 1877 in Krefeld; † 28. Dezember 1944 in Bonn) war ein deutscher altkatholischer Theologe und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Rudolf Keussen, ein Sohn des Landeshistorikers Hermann Keussen, studierte von 1895 bis 1899 Altkatholische Theologie und Philosophie an der Universität Bonn. Von 1899 bis 1904 arbeitete er als Hilfsgeistlicher in Konstanz. Außerdem studierte er von 1902 bis 1904 Philosophie an der Universität München. Von 1904 bis 1906 unterrichtete er Philosophische Propädeutik an der Universität Bonn und promovierte dort 1906 zum Dr. phil. Bis 1908 dozierte er an der Bonner Universität über Philosophie und war dann von 1908 bis 1925 Professor für Philosophie am Altkatholischen Seminar der Universität Bonn. Im Jahre 1921 habilitierte Keussen sich für Philosophie an der Universität zu Köln und lehrte dort bis 1925 als Privatdozent. Von 1923 bis 1925 und von 1926 bis 1936 verwaltete er eine altkatholische Pfarrstelle in Konstanz bzw. Karlsruhe. Von 1936 bis 1943 war Keussen weiterhin als Dozent, Lehrstuhlvertreter bzw. Professor am Altkatholischen Seminar in Bonn tätig. In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Rudolf Keussen vor allem mit der Philosophie, der Religionsphilosophie und dem Altkatholiszismus. Die meisten seiner Abhandlungen erschienen in der altkatholischen "Internationalen kirchlichen Zeitschrift", deren Mitherausgeber er war.

Sein Bruder war der Archivar Hermann Keussen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Keussen, Rudolf. In: Universität zu Köln / Galerie der Professorinnen und Professoren (mit biographischen Daten u. Foto, abgerufen am 26. Juni 2026); Keussen, Rudolf. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818–1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 146.