Rudolf Seigel

Rudolf Seigel (* 14. Mai 1932 in Bohlsbach; † 7. Juni 2026) war ein deutscher Historiker und Archivar.

Leben und Wirken

Rudolf Seigel studierte von 1953 bis 1958 Geschichte an der Universität Freiburg und der Eberhard Karls Universität Tübingen und promovierte dort 1958 bei Hansmartin Decker-Hauff. Anschließend war er bis 1961 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen tätig, bis zum Wintersemester 1974/75 als Lehrbeauftragter für Historische Hilfswissenschaften. Von 1961 bis 1970 leitete er das Fürstlich Hohenzollernsche Haus- und Domänenarchiv in Sigmaringen, zuletzt als Oberarchivrat. 1971 wurde er Professor für Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Reutlingen, von 1987 bis 1994 an der Pädagogischen Hochschule Weingarten, von wo aus er mit halbem Deputat an das Staatsarchiv Sigmaringen abgeordnet wurde, für das er auch nach seiner Pensionierung tätig blieb.

Sein Hauptforschungsgebiet war die Landes- und Regionalgeschichte Württembergs und Hohenzollerns. Er wurde aufgrund seiner wissenschaftlichen Verdienste 1972 als korrespondierendes Mitglied in die Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg aufgenommen, 1983 wurde er dort ordentliches Mitglied.

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige in der FAZ vom 13. Juni 2026, abgerufen am 13. Juni 2026
  2. ↑ Eigener Lebenslauf in der Dissertation Universität Tübingen sowie Klappentexte auf seinen Veröffentlichungen.
  3. ↑ Verzeichnis der Archivare an deutschen und österreichischen Archiven, 10. Ausgabe, Wiesbaden 1968, S. 163 (Personenverzeichnis mit biografischen Daten).
  4. 1 2 Volker Trugenberger: „Nachruf auf Professor Dr. Rudolf Seigel“ In: „Hohenzollerische Heimat“, 76. Jahrgang, Nr. 3, September 2026, S. 56. Hohenzollerischer Geschichtsverein (Hrsg.), Sigmaringen. ISSN 0018-3253