Russische Literatur

Der Begriff russischsprachige bzw. russische Literatur bezeichnet die literarischen Werke aus dem russischen Sprachraum der Vergangenheit und Gegenwart. Zur russischen Literatur werden auch nicht-dichterische Werke mit besonderem schriftstellerischem Anspruch gezählt, also Werke der Geschichtsschreibung, der Literaturgeschichte, der Sozialwissenschaften oder der Philosophie, wie auch Tagebücher oder Briefwechsel.

Unter der bedeutenden europäischen Literaturen ist die russische vergleichsweise jung. Abgesehen von der älteren Volksdichtung entwickelte sie sich erst seit dem 18. Jahrhundert.

Altrussische Literatur

Zur altrussischen Literatur zählt die russische Literatur von den Anfängen des Schrifttums, die mit der Einführung des Christentums im 10. Jahrhundert einhergingen, bis zur Zeit um 1700, als Peter I. „das Fenster zum Westen öffnete“. Die altrussische Literatur ist im mittelalterlichen byzantinischen Schrifttum verwurzelt. Sie kreist meist um religiöse Themen, wobei besonders das Leben der Heiligen (жития святых) ein populäres Motiv war.

Adolf Stender-Petersen teilt die altrussische Literatur weiter ein in die altrussische Periode, die die Zeit der Kiewer Rus von 882 bis ca. 1280 umfasst und mit dem um 1400 entstandenen Epos von der Schlacht am Don vom Sieg Dmitri Donskoi über die Tataren endet, und die Moskovitische Periode seit dem Aufstieg Moskaus im 15. Jahrhundert bis um 1700. Die altrussische Sprache der ersten Periode wird heute meist als altostslawisch bezeichbet.

Das Kiewer Rus

Der erst im Jahr 2000 aufgefundene Nowgoroder Kodex, ein Wachstafelbuch aus der Zeit um 1000, enthält die ältesten literarischen Zeugnisse des Kiewer Rus. Zu den aus dem byzantinischen Erbe stammenden Gattungen der altrussischen Literatur gehören:

Hinzu kommt in der aus Bulgarien übernommenen kirchenslawischer Sprache geschriebene Literatur in Form liturgischer Texte, von Bibelübersetzungen, Psalmen usw. Ein bedeutender Prediger, dessen Gebete und Kommentare im ostslawisch beeinflussten Kirchenslawisch erst seit dem 16. Jahrhundert in Handschriften überliefert sind, war Kirill Turowski († 1182). Seine Sprache nähert sich durch ihren Allegorienreichtum der Lyrik an.

Seite der illustrierten Radziwiłł-Handschrift, um 1490

Außerhalb des von byzantinischen Vorbildern geprägten starren Gattungsschemas stehen die erhaltenen altostslawischen Dichtungen und Schriften wie Nestorchronik (um 1115) mit der Geschichte der Kiewer Rus und deren Fortsetzungen bis in die Moskauer Zeit, vor allem in der Radziwiłł-Chronik (13./15. Jahrhundert), ferner das herausragende Igorlied über den fehlgeschlagenen Feldzug des Fürsten Igor Swjatoslawitsch von Nowgorod-Sewerski im Jahr 1185 gegen die nomadischen Kumanen oder die Bittschrift Das Beten Daniels des Gefangenen aus dem frühen 13. Jahrhundert. Diese sind in schlichter Sprache verfasst. Oftmals sind die Autoren der Werke heute nicht mehr bekannt.

Der Tatareneinbruch 1242 führte zum Untergang der Kiewer Rus und zu einer Verschiebung des politisch-kulturellen Zentrums nach Norden, während die Ukraine und Weißrussland unter polnisch-litauische Herrschaft gerieten.

Die seit den 1950er Jahren aufgefundenen über 1000 säkularen Birkenrindentexte mit privater Korrespondenz aus Nowgorod (um 1420/30) zeugen von einem stark abweichenden nördlichen Dialekt des Altrussischen, während der Einfluss der Kirchenslawischen fehlt.

Moskovitische Periode

Zentrales ideologisches Motiv der folgenden moskovitischen Periode war die Legitimierung des Anspruchs Moskaus, als Drittem Rom die Nachfolge von Byzanz anzutreten. Nach dem Fall von Konstantinopel (1453) sollte Moskau das neue Zentrum des wahren christlich-orthodoxen Glaubens sein, was sich in dogmatisierten Glaubens- und Staatslehren und einer blumigen Rhetorik niederschlug. Besonders aktiv wurde diese religiös-politisch-dynastische Legitimationsstrategie vom Metropoliten Makarij von Moskau, dem Lehrer Iwan IV., betrieben. Schlichte Heiligenvitae wurden in dieser Zeit durch stilistisch überwucherte Heldenverehrung und die neue Form der Fürstenvita ersetzt. Historische Kompilationen und enzyklopädische Sammelarbeit legitimierten die Rolle Moskaus als legitime Erbin und Vollenderin der bisherigen Geschichte.

So lassen sich im moskovitischen Staat literarische Tendenzen ausmachen, wie sie bereits für das Byzanz des 10. Jahrhunderts unter Kaiser Konstantin VII. Porphyrogennetos typisch waren. Zwar machten sich seit dem 17. Jahrhundert über Weißrussland und die Ukraine vermittelte westliche Einflüsse der Barockdichtung geltend und verdrängten die Dominanz von Hagiographien, Predigten und Chroniken durch Abenteuer- und Schelmenromane, Dramen und Lyrik. Die syllabische Lyrik stand jedoch in Widerstreit mit den Akzentverhältnissen im Russischen.

Neuere russische Literatur

Nach der Verlegung der Hauptstadt nach Sankt Petersburg im Jahr 1712 wurde der Begriff Moskovien durch Russland ersetzt. Seit etwa 1740 - infolge verstärkter Handels- und Kulturkontakte mit Westeuropa – setzten sich endgültig neue literarische Formen durch, die vor allem von deutschen, französischen, italienischen und englischen Vorbildern und Normen beeinflust waren. Der von Peter dem Großen geschaffene neue Adel wurde zu einer breiten Bildungsschicht, die zunächst auch die literarischen Entwicklungen trug. Im Laufe des 18. Jahrhunderts werden in der Literatur die westeuropäischen Vorbilder an die russischen Verhältnisse und an die russischen Literatursprache, die sich dabei erst herausbildet, angepasst. So entstand in dieser Zeit eine eigenständige russische Literatur, die mit Puschkin ihren ersten Höhepunkt erreichte und zu einer der großen europäischen Literaturen wurde.

Petersburger Klassizismus

Die literarische Epoche des Klassizismus bildet einen Übergang zwischen der barocken Literatur und dem Sentimentalismus. Der Begriff leitet sich aus dem lat. „classicus“ und „classici“ ab und erfährt eine metaphorische Begriffserweiterung zu „vorbildlich“. So wie die französische Klassik die Antike einst als Vorbild betrachtete, so wurde auch in Russland von einigen Autoren eine Mimesis der „klassischen“ Vorbilder gefordert. Da aber die Antikenbezogenheit kein wesentliches Merkmal des russischen Klassizismus war, bezeichnet man die Epoche auch als „Pseudoklassizismus“.

Der russische Klassizismus setzt wesentlich später ein als die französische Klassik. Man betrachtet die klassizistische Epoche in Russland etwa ab dem Jahre 1740; sie dauert etwa bis 1780 an. Die Literatur des Klassizismus war zunächst vor allem Übersetzungsliteratur. Viele Werke westlicher Autoren wurden ins Russische übersetzt oder adaptiert, in dem sie russifiziert wurden. Die übersetzten Werke kamen aus Holland, Deutschland und Frankreich. An Eigenständigkeit fehlte es also der russischen Literatur zunächst. Auch aufgrund der mangelnden Infrastruktur und der gesellschaftlichen Gegebenheiten (Mangel an Druckereien, geringe Anzahl der Leserschaft aufgrund des Analphabetismus) konnten sich die Werke nur sehr schwer verbreiten. Meistens waren diese von adligen Autoren für den Adel und für den Hof geschrieben.

Wichtige Autoren und Begründer des Klassizismus waren Wassili Trediakowski (1703–1768), der sich an französischen Vorbildern orientierte, die Literatursprache reformierte, die Genren theoretisch klar definierte und abgrenzte und die silbenbetonte Lyrik in die russische Sprache einführte, wobei er allerdings dem Roman keine höhere Bewertung zukommen ließ, Michail Lomonossow (1711–1765), der die den Gattungen entsprechenden Stilniveaus definierte, und Alexander Sumarokow (1717–1777), der das erste moderne russische Drama verfasste und das Theater in Sankt Petersburg leitete.

Zu den bekanntesten und erfolgreichsten russischen Dichtern des späten Klassizismus zählen der Sekretär der Kaiserin Katharina, Gawriil Derschawin (1743–1816), mit seinen teils elegischen, teils humoristischen Oden und Nikolai Karamsin (1766–1826), der die Reform der Schriftsprache weiterführte und den Übergang zum Sentimentalismus einleitet, der den Menschen, sein Gefühlsleben und die Natur in den Vordergrund stellt und eine Gegenbewegung zum rationalen Klassizismus bildet. Die Eigenheiten der neuen Literatursprache zur Geltung zu bringen, gelang Iwan Krylow in seinen Fabeln, die teils Übersetzungen der Fabeln von La Fontaine, teils eigene Schöpfungen waren.

Die russische Romantik: Puschkin

Alexander Puschkin hat in den 1820er Jahren die russische Nationalliteratur begründet.

Wassili Schukowskis Übersetzung von Thomas Grays Elegy Written in a Country Church Yard (1802) bildete den Auftakt zur russischen Romantik. Diese bis etwa 1840 andauernde Periode gilt als das Goldene Zeitalter der russischen Literatur. Die zentrale Gestalt dieser Epoche, die alle anderen Dichter wie Schukowski oder Batjuschkow überragte, war Alexander Puschkin, der bis heute als der größte und wichtigste Dichter Russlands angesehen wird. In seinen Verepen, Gedichten, Oden und Dramen brachte er eine umfassende Kenntnis der europäischen Literaturen in die Beschäftigung mit Stoffen aus seinem russischen Umfeld ein.

Mit dem Versepos Eugen Onegin schrieb Puschkin den ersten großen russischen Roman. Seine Sprache war von hohem ästhetischen Reiz und trotzdem an der Sprache der Bauern orientiert.

Auch die in Eugen Onegin erstmals eingeführte Figur des „überflüssigen Menschen“ sollte noch Generationen von Schriftstellern beeinflussen. Diese zentrale Gestalt der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts tritt auch bei Turgenjew (Tagebuch eines überflüssigen Menschen) und in Ein Held unserer Zeit von Michail Lermontow auf, der den russischen psychologischen Roman begündete und durch die Übernahme romantischer Ideen zu neuen Ausdrucksmitteln fand.

Nach der Romantik

Während die Romantiker, die in Russland als die eigentlichen Großen der Nationalliteratur gelten, im Ausland wenig gelesen wurden und werden, sind andere bedeutende Schriftsteller aus dieser Epoche auch im Ausland weithin rezipiert worden. Der erste in dieser Reihe, Nikolai Gogol (1809–1852), war von den europäischen Romantikern – vor allem von E.T.A. Hoffmann – beeinflusst, gab dessen grotesk-mystischem Stil aber eine stark russische Prägung. In Werken wie Der Revisor, oder Die toten Seelen zeichnete er ein satirisches Bild der russischen Gesellschaft in der Provinz. In seinen Petersburger Novellen karikiert Gogol die verschiedenen Mitglieder der damaligen Gesellschaft vor dem Hintergrund der Hauptstadt. Er nahm in seinen Romanen und Novellen (Die Nase, 1836; Die toten Seelen, 1842) viele Motive vorweg, die für die moderne Literatur später typisch wurden, wie die Kollision zwischen Mensch und einer undurchschaubaren Bürokratie, unmotivierte Schuldkomplexe oder die Zuflucht, die die überforderten Figuren in ausufernden und wütenden Deutungen ihrer sinnlosen Erlebnisse suchen.Gogols Einfluss auf die russische Literatur lässt sich am besten mit dem Dostojewski-Zitat belegen, in dem sich dieser auf die Erzählung Der Mantel, die berühmteste der Petersburger Novellen, bezieht: Wir sind alle aus dem Mantel hervorgegangen

Afanassi Fet (1820–1892) hinterließ ein dichterisches Werk, das ebenso wie die Arbeiten Fjodor Iwanowitsch Tjuttschews dem L’art pour l’art zuzurechnen ist und das trotz seines geringen Umfangs großen Einfluss auf die späteren Dichter der Dekadenz und des Symbolismus genommen hat. Iwan Gontscharow (1812–1891) veröffentlichte 1859 seinen einflussreichen Roman Oblomow, der – wie Hans J. Fröhlich aufwies – das Lebensgefühl der russischen Nihilisten analysiert und pointiert zum Ausdruck gebracht hat.

Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts: Realismus, Dostojewski und Tolstoi

Set den späten 1840er Jahren beginnt mit dem ersten Auftreten der großen Schriftsteller Iwan Turgenew, Iwan Gontscharow, Michail Saltykow-Schtschedrin, Fjodor Dostojewski und Lew Tolstoi die Epoche des Russischen Realismus, in der der Roman zur dominierenden Gattung wird.

Die Literatur dieser Epoche nimmt großen Anteil an den sozialen Umbrüchen der Zeit. Die Schriftsteller sehen es als ihren Auftrag, die soziale Situation ihrer Zeitgenossen zu schildern und mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln auch zu beeinflussen. Literaturzeitschriften werden zum wichtigen Forum für politische und wissenschaftliche Debatten. Träger dieser stark publizistisch geprägten Literatur ist die neue soziale Gruppe der Intelligenzija: Menschen unterschiedlicher Herkunft, die von der direkten Teilnahme an politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen sind und deshalb versuchen, trotz der Zensur auf die Geschicke des Landes Einfluss zu nehmen. Es beginnen nun also auch Nicht-Adlige in der Literatur eine Rolle zu spielen. Wichtige Themen sind die Situation der leibeigenen Bauern sowie die Stellung Russlands gegenüber dem Westen. Nach dem Auftrieb durch politische Erfolge, wie z. B. in den Napoleonischen Kriegen, und europaweit anerkannten kulturellen Leistungen in Literatur, Musik, Kunst und Architektur, wurde die These von der kulturellen Überlegenheit Westeuropas, wie sie von Pjotr Tschaadajew in seinen Philosophischen Briefen vertreten wurde, immer mehr in Frage gestellt. Es kristallisierten sich die Positionen der Westler und der Slawophilen heraus. Das Ringen zwischen diesen beiden Positionen wurde zu einem wichtigen Element nicht nur des literarischen Diskurses.

Als die Titanen der neueren russischen Romanliteratur gelten Fjodor Dostojewski (1821–1881; Schuld und Sühne, 1866; Die Brüder Karamasow, 1880) und Lew Tolstoi (1828–1910; Krieg und Frieden, 1869; Anna Karenina, 1878; Auferstehung, 1899). Beide loten mit literarischen Mitteln pschologisch aus, welche Konflikte dem Menschen am Anbruch der Moderne widerfuhren: Dostojewski als Patriot und ganz auf dem Boden der russischen Orthodoxie, spannungshaft, dramatisch und an den zeitbedingten Verwerfungen der Seele des Individuums interessiert. Tolstoi als großer Moralist und realistischer Porträtist gesellschaftlicher Verhältnisse und zwischenmenschlicher Beziehungen. Seine großen Themen sind die herrschenden Konventionen, die Kultur mit ihren Institutionen und die Sexualität, die er alle drei immer wieder geißelt, weil sie den Menschen als geistiges Wesen von sich selbst entfremden. Zusammen mit Iwan Turgenew (1818–1883; Väter und Söhne, 1861) werden diese Autoren aus westlicher Sicht oft als Dreigestirn wahrgenommen, wobei Turgenews Werke – auch seine Romane – stärker lyrisch geprägt, weltoffener, liberaler und weniger belehrend und dogmatisch sind als die Arbeiten Tolstois und Dostojewskis. Die russischen Zeitgenossen jedoch empfanden weniger den meist im Ausland lebenden Turgenew als vielmehr Nikolai Leskow (1831–1895) als den dritten der ganz Großen. Anders als bei den drei Vorgenannten lag Leskows Stärke nicht in Romanen, sondern in seinen fabulierenden Erzählungen, die auf Märchen, Volkserzählungen, Legenden und Anekdoten gründeten.

Unter den Lyrikern des russischen Realismus ist vor allem Nikolai Nekrassow (1821–1878) zu nennen.

Alexander Ostrowski (1823–1886) war ein genauer Beobachter des Kaufmannsmilieus und ein Meister der Gesellschaftskomödie. Er schuf insgesamt 47 Stücke, die auch heute noch in Russland gespielt werden. Der größte Dramatiker der Zeit war Anton Tschechow (1860–1904; Die Möwe, 1895; Drei Schwestern, 1901; Der Kirschgarten, 1903), der auf realistische und tragikomische Weise die Banalität des Provinzlebens und die Vergänglichkeit des Kleinadels, und auf allgemeinerer Ebene den Verlust der Heimat, menschlicher Beziehungen und des Selbst gezeigt hat.

Der Symbolismus und die Avantgarde 1890–1920

Um 1890 setzte eine Abkehr vom Realismus und Naturalismus ein. Die frühen Symbolisten wie Waleri Brjussow betonten eine Ästhetik der Dekadenz, die jüngere Generation um Alexander Blok war religiös-spirituell ausgerichtet.

Die ersten zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts gelten in der russischen Literatur als Silbernes Zeitalter. Zu den wichtigsten Vertretern der jüngeren Symbolisten zählten neben Alexander Blok Iwan Bunin und Nikolai Gumiljow. Expressiv-irrationale Erzählungen und Theaterstücke schrieb Leonid Nikolajewitsch Andrejew. Bedeutende Lyrikerinnen sind die elegisch-rückwärtsgewandte Aristokratin Anna Achmatowa (1889–1966) und Marina Zwetajewa (1892–1941), deren Werk durch die Dynamik und Energie des volkstümlichen Wortschatzes geprägt ist. In Zwetajewas Epos Schwanenlager (1917–1921) glorifizierte sie die antikommunistischen Kämpfer im Bürgerkrieg. 1922 ging sie ins Exil. Andrej Belyj, ein früher Vertreter der Avantgarde, arbeitete mit typographischen Elementen und Figurengedichten.

Literatur der Sowjetzeit

In der Sowjetzeit von 1917 bis 1991 entstand eine eigene Ausprägung der Literatur. Maxim Gorki, Nobelpreisträger Michail Scholochow, Walentin Katajew, Alexei Tolstoi, Wladimir Majakowski, Tschingis Aitmatow oder Ilf und Petrow wurden bedeutende Vertreter der Sowjetliteratur. In der Kinderliteratur sind Samuil Marschak, Alexander Wolkow, Nikolai Nossow oder Kornei Tschukowski nennenswert. Weitere bekannte Autoren der Epoche sind Anatoli Pristawkin und Walentin Rasputin.

Während der Sozialistische Realismus in der Sowjetunion offiziell gefördert wurde, setzten einige Schriftsteller wie Michail Bulgakow, Boris Pasternak, Andrei Platonow, Ossip Mandelstam, Isaak Babel und Wassili Grossman die Tradition der klassischen russischen Literatur entgegen dem sowjetischen Ideal fort. Häufig wurden ihre Werke erst Jahrzehnte später und in einer zensierten Version veröffentlicht. Auch Achmatowa konnte die meisten ihrer in der Stalinzeit entstandenen Gedichte erst 1987 publizieren. Die Serapionsbrüder um Nikolai Nikitin und Konstantin Fedin bestanden auf dem Recht, eine eigenständige Literatur unabhängig von der politischen Ideologie hervorzubringen, was sie in Konflikt mit der Regierung brachte. Ebenso wenig tolerierten die Behörden die teils symbolistische, teils experimentell-futuristische Kunst der sog. Oberiuten, der Mitglieder der avantgardistischen Vereinigung OBERIU, die 1930 verboten wurde.

Jewgeni Schwarz kritisierte in seinen etwa 30 allegorisch verspielten, durch bekannte europäische Märchen inspirierten Theaterstücken in den 1930er Jahren den politischen Terror, wobei er den verordneten Naturalismus ignorierte.

Die Bezeichnung Sowjetliteratur, die oft als synonym für die neuere russische Literatur verwendet wurde, ist als politischer Terminus jedoch nicht geeignet, das gesamte Schaffen der Epoche zu bezeichnen, da sich die Haltung der offiziellen Instanzen den Autoren gegenüber rasch wandelte und sie explizit die Exil- und die inoffizielle Inlandliteratur ausschließt. Insofern ist der sprachlichen Definition (russische, ukrainische usw. Literatur) der Vorzug zu geben.

1945–1986

Als eines der wichtigsten Werke der 1940er und 1950er Jahre kann Konstantin Paustowskis sechsbändige Autobiographie Erzählungen vom Leben (Повесть о жизни) gelten, das mit seinen lyrischen Landschaftsbeschreibungen in der Tauwetter-Periode nach Stalins Tod für viele Autoren zum Vorbild wurde. Diese Periode erhielt ihren Namen von dem 1954 erschienenen gleichnamigen Roman Ilja Ehrenburgs (1954), der sich gegen Zynismus und Anpassung in Beruf und Kunst richtet. 1956 bis 1961 kam es zu einer kurzen Blüte der russischen Literatur; auch Formexperimente waren wieder zugelassen. Wladimir Tendrjakow, einer der frühen und wichtigsten Tauwetter-Schriftsteller, lässt in Die Nacht nach der Entlassung die Klassenbeste bei der Abschlussfeier Schule und Lehrer anklagen. Wladimir Dudinzews Roman Der Mensch lebt nicht vom Brot allein (1956; dt. Übersetzung 1958) erregt Aufsehen. Auch der Sibirier Wiktor Astafjews Roman Der Schnee taut (1958) zählt zu den bekannten Werken der Tauwetterperiode. Jurij Kasakow wurde als Autor lyrischer Kurzgeschichten bekannt.

Auf dem Theater wurden Stücke von Majakowski wieder aufgeführt. Juri Ljobimow gründete 1964 das Taganka-Theater und knüpfte an die anti-illusionistischen Stilmittel des Regisseurs Jewgeni Wachtangow an.

Doch in der post-stalinistischen Sowjetunion der 1960er Jahre wurde der Sozialistische Realismus literarische Norm. Schriftsteller wie der Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn, Wenedikt Jerofejew (Die Reise nach Petuschki, erschienen in Israel 1973, dt. 1978) oder Leonid Zypkin setzten die Tradition der Untergrundliteratur fort, die oftmals mittels „Samisdat“ verbreitet wurde. Darüber hinaus bewirkten die sowjetischen Behörden beim Nobelpreiskomitee, dass nicht Paustowski den Literaturnobelpreis 1965 bekam, sondern der loyale Michail Scholochow.

Etwa seit 1969 setzte die Auswanderung russischer (bzw. sowjetischer) Intellektueller ein. Emigrierte Schriftsteller wie Nobelpreisträger Iwan Bunin, Alexander Kuprin, Andrei Bely, Marina Zwetajewa oder der bereits 1917 geflohene Vladimir Nabokov waren im Exil erfolgreich. Allerdings zerbrach die Solidarität der Oppositionellen im Ausland rasch; die Zwistigkeiten zwischen ihnen nahmen zu. Viele der neuen Emigranten wie Wladimir Jemeljanowitsch Maximow, Redakteur der Zeitschrift Kontinent, übernahmen die Deutungen der „alten“ monarchistisch-religiös geprägten, teils fanatischen Exilanten von 1917.

Seit Ende der 1960er Jahre tritt der Alltag in der russischen Literatur in den Vordergrund, die sachliche Dokumentation, oft auch des Belanglosen, gepaart mit psychologischer Analyse und stilistischem Konservatismus. Tschechow ist das große Vorbild dieser Phase. Das lyrische Idyll und der Rückzug aufs Land spielen eine große Rolle – z. B. bei Sergej Nikitin oder Boris Moschajew –, Themen der Stadt und vor allem die Industrie kommen hingegen seltener vor, was wohl eine Reaktion auf die heroischen Aufbauepen der 1940er Jahre und das beherrschende Thema der 1950er Jahre – den Großen Vaterländischen Krieg – darstellt. Eine der Ausnahmen stellte die 1969 veröffentlichte Erzählung Woche für Woche über den harten Alltag berufstätiger Mütter in Form eines (fiktiven) Wochentagebuchs von Natalja Baranskaja dar, die erst nach ihrer Pensionierung mit dem Schreiben begonnen hatte.

In keine Schublade passt der wandlungsfähige Lyriker und Prosaist Jewgeni Jewtuschenko. Die literarischen Genres reichten vom klassischen realistischen Roman bis zur Science Fiction, deren bekannteste Vertreter die Brüder Boris und Arkadi Strugazki sind. Juri Trifonows ästhetisch ausgereifte Werke wurden in den 1970er Jahren wegen der von ihm angeschnittenen, für viele Mitläufer unbequemen moralischen Problematiken viel diskutiert.

In den 1980er Jahren kam es zu einer neuen Auswanderungswelle. Wassili Aksjonow ging 1980 in die USA ins Exil, wo er die Trilogie „Generations of Winter“ (russisch: Московская сага) über die stalinistischen Verfolgungen schrieb, und starb in Frankreich.

Aufarbeitung der Vergangenheit und Hinwendung zu den Gegenwartsproblemen seit 1986/87

Nach dem 8. Schriftstellerkongress 1986 setzte 1987 die Veröffentlichung bisher verbotener Werke der russischen und ausländischen Literatur ein. Auch wurden Leitungspositionen der Literaturzeitschriften umbesetzt. 1987 erschien Anatoli Naumowitsch Rybakows bereits in den 1960er Jahren geschriebener Roman Die Kinder vom Arbat, das die erste Welle der Stalinschen Verfolgungen zum Thema hat. Wassili Semjonowitsch Grossman, der 1959 das Manuskript des Romans Leben und Schicksal über die Massenmorde an Juden in der Ukraine verfasst hatte, erlebte den Druck des Romans, der 1988 erfolgte, nicht mehr. Auch der bis dahin kaltgestellte Dudinzew wurde für seinen zweiten Roman Weiße Gewänder 1988 mit dem Staatspreis der UdSSR ausgezeichnet. Oleg Jermakow (* 1961) zeigt in Winter in Afghanistan (dt. 1991) das Leben der sowjetischen Soldaten in einer Kampfpause im Winter und deutet an, welche Probleme ihnen bei ihrer Rückkehr bevorstehen.

Doch bald richtete sich die Kritik verunsicherter konservativer und nationalistischer Autoren auch gegen die Glasnost-Politik Michail Gorbatschows, die sie für die Ursache der Bedrohung von Kultur und Moral hielten. Die Vertreter der „Dorfprosa“ forderten die Wiedergeburt der russischen Dorfgemeinschaft und kritisierten Rockmusik und „unrussisches Verhalten“.

Zeitgenössische russische Literatur

Die Postmoderne nach 1990

Nach 1990 wurde die russische Literatur von postmodernen Strömungen dominiert. In den westlichen Ländern ist vor allem Wladimir Sorokin als russischer Vertreter der Postmoderne bekannt. Doch sind wichtige Autoren der Zeit nach 1990 nicht der verspielt-postmodernen Strömung zuzurechnen; einige von ihnen waren bereits im Samisdat und hatten ihre Erfahrungen mit Haft und Psychiatrie gemacht. Psychologische Analysen der Gegenwart liefert Wladimir Makanin, der durch seinen grotesken Roman Underground oder Ein Held unserer Zeit bekannt wurde. Nicht zum Mainstream gehören auch der Lyriker Dmitri Prigow, die in der jüdischen Erzähltradition stehende Ljudmila Ulizkaja, die Autorin des Dekonstruktionsromans Das K.-Monument Marija Sumnina und der populäre Japanologe und Autor historischer Kriminalromane Boris Akunin. Wiktor Pelewins Romane verbinden realistische moderne Motive mit mystischen Elementen und zeichnen eine skurrile und surreale Märchenwelt. Wiktor Jerofejews surrealistische Geschichte Leben mit einem Idioten (1989) über einen mit der Gartenschere verübten Mord aus Eifersucht wurde von ihm zum Libretto der Oper Leben mit einem Idioten von Alfred Schnittke ausgebaut.

Neue Realisten

Ab dem Jahr 2000 trat eine neue Generation von russischen Autoren auf. Vertreter des „Neuen Realismus“ sind Ilja Stogoff, Sachar Prilepin, Alexander Karasjow, Arkadi Babtschenko, Wladimir Lortschenkow, Alexander Snegirjow und der politische Autor Sergej Schargunow. Wiktorija Tokarewa, die schon 1964 durch ihre Erzählung Ein Tag ohne Lügen bekannt geworden war, danach jedoch wenig publizierte, wandte sich nach 1990 gegen slawophile Patrioten und Nationalisten, deren antisemitische Ausfälle, zu denen auch Astafjew neigte, und deren Frauenbild. Auch Boris Koswin (* 1955) schildert in seinem Erstlingswerk Die Assimilanten die Strategien und Hindernisse jüdischer Assimilation in einem latent antisemitischen Umfeld. Beide orientierten sich am Vorbild Tschechows, Tatjana Tolstaja hingegen eher an Gogol. Ihre Protagonisten flüchten sich auf der Identitätssuche in die Phantasie und geben sich Tagträumereien hin, Nikolai Schmeljows weibliche Hauptfigur der Erzählung Nächtliche Stimmen (1988) ist dem Alkohol verfallen.

Aufgewachsen in der Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion schreiben die neuen Realisten über den vom Kapitalismus geprägten Alltag der heutigen russischen Jugend, jedoch ohne die mystischen Elemente ihrer Vorgänger zu benutzen. Die neue Generation von Autoren ist in einem freien Russland aufgewachsen. Sie haben Fremdsprachenkenntnisse, die den Generationen vorher nicht zugänglich waren, leben mit freier Rede ohne Zensur, bereisen die ganze Welt und können Bücher lesen, die lange Zeit verboten waren.

In ihren Werken zeigen die „neuen Realisten“ die latente Gewalt, die Paradoxien und Lähmungserscheinungen der neuen Gesellschaft auf. Dabei sind wie weder Konformisten noch Rebellen im Sinne des 20. Jahrhunderts (wie etwa die Anarchisten, Hippies, 68er), sondern Autoren, für die eher Gogol als Tschechow das Vorbild darstellt. Sie schreiben und predigen, überlassen aber das „direkte Handeln“ dem Verantwortungsbereich der Zivilgesellschaft. Ihre altbekannten Motive aber beziehen sie oft aus der russischen Literaturgeschichte.

Durch seinen Kurzroman Durst (2002; deutsche Übersetzung 2011), der episodenhaft von der Rückkehr eines vom Tschetschenienkrieg entstellten Menschen in die Gesellschaft handelt, wurde Andrej Gelassimow, ein Meister lakonischer Prosa im Stil J. D. Salingers oder Raymond Carvers, auch in Deutschland bekannt.

Zwischen Hyperrealismus und Surrealismus schwankt der wohl meistgelesene russische Autor der Gegenwart Wiktor Olegowitsch Pelewin, dessen Roman Tolstois Albtraum 2013 auch in deutscher Sprache erschien.

Auch Science-Fiction und fantastische Literatur haben gegenwärtig Konjunktur; ihr bekanntester Vertreter ist durch seine Wächter-Romane bekannt gewordene Sergei Lukjanenko. Der linksnationalistische, an konservativen Werten orientierte Prilepin hält den apokalyptischen Grundzug, wie er sich um 2000 (u. a. im Werk der Pop-Lyrikerin Alina Wituchnowskaja) findet, für ein Merkmal der neueren russischen Literatur.

Russischsprachige Autoren im Ausland

Von den in der Ukraine lebenden russischsprachigen Schriftstellern verdienen Oleksandr Bejderman, der auch jiddische und ukrainischsprachige Texte verfasst, sowie Andrei Kurkow Beachtung. In Belarus lebt heute die 1948 in der Ukrainischen SSR geborene, in russischer Sprache schreibende Swetlana Alexijewitsch, die für ihre dokumentarische, auf Interviews basierende Prosa über Biographien in der sozialistischen und post-sozialistischen Gesellschaft 2015 den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Im westlichen Ausland leben und arbeiten zahlreiche weitere russische Autoren, wie zum Beispiel in Deutschland Boris Falkow, Boris Chasanow, Alexei Schipenko und Julia Kissina, in Italien Nicolai Lilin oder in der Schweiz Michail Schischkin.

Buchmarkt

In zahlreichen ehemaligen Republiken der Sowjetunion ging nach 1990 die Bedeutung der russischen Sprache und damit der russischen Literatur zurück. Auch in Russland selbst sank das Interesse an Literatur. 1990 verzeichneten Bücher in Russland Auflagen von insgesamt 1,6 Milliarden Büchern. 2004 waren es nur noch 562 Millionen, 2012 noch 540,5 Millionen. Der Anteil der Belletristik fiel, während die Anzahl von Sach- und Lehrbüchern stieg. Auflagenstärkste Autorin war 2004 Darja Donzowa mit 99 Bänden und einer Auflagenstärke von 18,1 Millionen Büchern. Die beiden größten Verlage waren jahrelang EKSMO und AST mit je 7000 bis 8000 Titeln pro Jahr, die 2013 fusionierten.

Da jedoch der Versand von Büchern in entfernte Regionen des riesigen Landes aus logistischen und Kostengründen schwierig ist, hat in letzter Zeit das Internet als wichtiges Medium der Verbreitung von Literatur an Bedeutung gewonnen. Es fungiert als autonomes Experimentierfeld, aber auch als Instrument im Kampf um die Aufmerksamkeit der mediale Elite und der unterhaltungslustigen Massen.

Beachtlich ist auch das Entstehen einer russischsprachigen Literatur in der Diaspora in der Tradition Nabokows.

2012 war Russland das Partnerland der Frankfurter Buchmesse; doch ist es nicht leicht, deutsche Verleger für die Herausgabe der Bücher russischer Autoren zu interessieren. Das hängt auch mit den Imageproblemen des Landes in jüngerer Zeit zusammen. Auch der Mix aus Fantasy und sozialkritischer Gegenwartsliteratur ist für deutsche Lektoren und Leser ungewohnt.

Literatur

Anthologien
Commons: Russische Literatur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Adolf Stender Petersen: Geschichte der russischen Literatur. München 1993
  2. ↑ Wilhelm Lettenbauer, überarb. durch Wolfgang Kasack: Die russische Literatur, in: Kindlers Neues Literatur-Lexikon, München 1996, Bd. 20, S. 379
  3. ↑ Lettenbauer 1996, Bd. 20, S. 379
  4. ↑ Nick Mayhew: Moscow: The Third Rome, in: Deidre Shauna Lynch (Hrsg.): Oxford Research Encyclopedia of Literature. New York, online edition, Oxford Academic, 2021. DoI:10.1093/acrefore/9780190201098.013.1243
  5. ↑ Lettenbauer 1996, Bd. 20, S. 380
  6. ↑ Lettenbauer 1996, Bd. 20, S. 380
  7. ↑ Biographie auf ebsco.com
  8. ↑ Lettenbauer 1996, Bd. 20, S. 380 f.
  9. ↑ Lettenbauer 1996, Bd. 20, S. 381
  10. ↑ Lettenbauer 1996, Bd. 20, S. 381
  11. ↑ Puschkin als Chirurg der russischen Sprache. Archiviert vom Original am 2. Juni 2014; abgerufen am 12. Dezember 2014.
  12. ↑ Lettenbauer 1996, Bd. 20, S. 381 f.
  13. ↑ Verschütteter Eckstein. Abgerufen am 12. Dezember 2014.
  14. ↑ Oblomow. Abgerufen am 16. Dezember 2014.
  15. ↑ Horst-Jürgen Gerigk: Turgenjew Heute. Abgerufen am 14. Dezember 2014.
  16. ↑ Ernst Weiß: Literaturkritiken – Nikolai Leskow, Novellen. Abgerufen am 14. Dezember 2014.
  17. ↑ Für immer, vielleicht. Abgerufen am 15. Dezember 2014.
  18. ↑ Prince D. S. Mirsky: Contemporary Russian Literature. 1881-1925. Alfred A. Knopf, New York 1926. Reprint Wildside Press 2010.
  19. ↑ Alla Soumm: Das Silberne Zeitalter und dessen bedeutendste Lyrikerinnen: Über Anna Akhmatova und Marina Cvetajeva auf literaturkritik.de
  20. ↑ Efim Etkind: Die russische Exilliteratur von rechts nach links, in: Ota Filip, Egon Larsen (Hrsg.): Die zerbrochene Feder : Schriftsteller im Exil. Stuttgart 1984, S. 105–113.
  21. ↑ Thomas Rothschild: Einführung, in: Russland. Moderne Erzähler der Welt, S. 10ff.
  22. ↑ deutsch in: Russland. Moderne Erzähler der Welt. Tübingen/Basel 1973.
  23. ↑ Zelinsky: Nachwort zu Russische Erzählungen der Gegenwart, 1992, S. 341 f.
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  25. ↑ Zelinsky: Nachwort zu Russische Erzählungen der Gegenwart, 1992, S. 342.
  26. ↑ Popow, Jewgeni. Who can follow Gogol’s footsteps. In: Russia now, 21. April 2009. Abgerufen am 20. Oktober 2026. (Memento vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive) (PDF; 1,9 MB)
  27. ↑ Archivierte Kopie (Memento vom 16. Juli 2015 im Internet Archive)
  28. ↑ http://publishingperspectives.com/2014/01/eksmo-and-ast-russias-two-publishing-giants-merge/
  29. ↑ Henrike Schmidt: Russische Literatur im Internet: Zwischen digitaler Folklore und politischer Propaganda. Bielefeld, transcript 2011.
  30. ↑ Rainer Traub: Russische Literatur: Brücke zwischen den Kulturen. Teil 2. Spiegel Online, 2. Oktober 2003.
  31. ↑ Interview mit dem Literaturagenten Thomas Wiebling (2013), abgerufen am 18. September 2016.