Ruth Frey

Ruth Frey (* 1924 in Herford; † 29. Mai 2012 in Altenkirchen im Westerwald) war eine deutsche evangelikale Kindermissionarin.

Leben

Ruth Frey unterrichtete nach dem Abitur 1942 Englisch an einer Schule und war im Büro ihres Vaters in der Buchhaltung tätig. Sie war mit zwei ihrer Schwestern als Gesangstrio in vielen Gemeinden und für das Missionswerk „Jugend für Christus“ unterwegs, für das sie in der Kinderarbeit tätig war. Danach unterrichtete sie zwei Jahre an der späteren Bibelschule Brake. Von 1951 bis 1974 war sie beim Missionswerk Neues Leben in der evangelikalen Kinder- und Jugendarbeit tätig. Danach übernahm sie dort die christliche Frauenarbeit und war bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1987 mit dem Schwerpunkt Seminararbeit tätig.

Durch Aktionen wie Kindersingefreizeiten baute sie die Kinder- und Jugendarbeit des Werkes auf. Sie wurde deutschlandweit bekannt als „Tante Ruth“ durch ihre Radiosendung Die fröhliche Kinderstunde, die von 1956 bis 1966 einmal wöchentlich über Radio Luxemburg ausgestrahlt wurde. Die Sendung mit Geschichten sowie Liedern war das erste deutsche christliche Radioprogramm für Kinder. Für dessen musikalische Ausgestaltung versammelte sie eine kleine Gruppe ortsansässiger singfreudiger Kinder um sich. Diese kurzerhand „Kinderchor Wetzlar“ benannte Gruppe wurde in den ersten Jahren zwar nur sporadisch von Ruth Frey sowie Organist Peter van Woerden betreut, sollte jedoch nach Aufnahme der Chorleitung durch Margret Birkenfeld im Jahr 1966 als Wetzlarer Kinderchor die christliche Kindermusik für die kommenden Jahrzehnte prägend mitgestalten. Auch sang in der Gruppe bereits die spätere Liedermacherin Hella Heizmann mit. Ruth Frey arbeitete viele Jahre beim jährlich stattfindenden Kindermissionsfest der Liebenzeller Mission mit.

1987 begründete sie die Arbeitsgemeinschaft Biblische Frauenarbeit (ABF) mit und stand dieser bis 1998 als Vorsitzende sowie bis 2004 als 2. Vorsitzende vor.

Sie veröffentlichte neben Sammlungen von Kindergeschichten auch Schallplatten und Liederhefte. Die Zeitschrift Die fröhliche Kinderstunde erschien 1961 zum ersten Mal. Als Referentin war sie im In- und Ausland auf Vortragsreisen und gehörte zur Brüdergemeinde Gütersloh.

Werke

Kinderbücher
Praxisbücher
Notenbücher
Kinderandachtsbücher
Zeitschrift
Schallplatten

Einzelnachweise

  1. 1 2 Margitta Paul im Interview mit Ruth Frey (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., cv-perspektive.de, Ausgabe 9/2012.
  2. ↑ Hella Heizmann ist tot (Memento vom 13. Januar 2013 im Internet Archive)
  3. ↑ Eine Geburtstagsfeier mit dankbarem Rückblick (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), lgv.org, Artikel vom 12. März 2012.
  4. ↑ Pionierin der Mission unter Kindern gestorben (Memento des Originals vom 7. November 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., advent-verlag.de, Meldung vom 8. Juni 2012.
Personendaten
NAME Frey, Ruth
KURZBESCHREIBUNG deutsche Kindermissionarin
GEBURTSDATUM 1924
GEBURTSORT Herford
STERBEDATUM 29. Mai 2012
STERBEORT Altenkirchen im Westerwald