Sie bewarb sich, nicht zuletzt wegen familiärer Verbindungen zu Bremerhaven, erfolgreich auf die für 2014 neu eingerichtete Juniorprofessur „Kommunikation museumsbezogener Wissenschaftsgeschichte“ an der Universität Bremen, zugleich Leiterin der „wissenschaftlichen Ausstellungs- und Forschungskoordination“ am Deutschen Schifffahrtsmuseum/Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, Bremerhaven. 2019/2020 war sie Visiting Fellow in Trinity Hall (University of Cambridge), anschließend wurde ihre Juniorprofessur zur vollen Professur an der Universität Bremen aufgewertet.
Im Januar 2022 wurde sie geschäftsführende Direktorin des Deutschen Schifffahrtsmuseums im Zuge von Turbulenzen um ihre Vorgängerin Sunhild Kleingärtner, die Sanierung des Ausstellungsgebäudes und eine ausstehende Evaluation des Museums. 2024 konnte unter ihrer Leitung die Hälfte des Ausstellungsraums wieder eröffnet werden und wurde die Förderung des Museums bestätigt. Seit 2024 ist ihre Professur an der Universität Bremen als W3-Professur für Maritime Geschichte ausgebaut.
Sie war bis Ende 2025 Sprecherin des Northern Sea Maritime Museums' Network und ist Vertreterin im International Congress of Maritime Museums.
Ruth Schilling hat einen Sohn.
Veröffentlichungen
Zusammen mit Dennis Niewerth (Hg.), Medialitäten des Meeres, Bielefeld 2023.
Zusammen mit Marleen von Bargen (Hg.), Die ‚Bremer Kogge‘: Neue Fragen und museale Inszenierungen, Bielefeld 2023.
Karten-Reisen: Von Meereswissen und Welterfahrungen, zusammen mit Wolfgang Struck, Frederic Theis und Florian Tuechert, Wiesbaden 2021.
Von Flaschenpost bis Fischreklame. Die Wahrnehmung des Meeres im 19.–20. Jahrhundert, hrsg. in Zusammenarbeit mit Jens Ruppenthal und Martin Weiss, Köln / Weimar / Wien 2019.
Civic Medicine. Physician, Polity, and Pen in Early Modern Europe, hrsg. in Zusammenarbeit mit Annemarie Kinzelbach und Andrew Mendelsohn, London 2019.
Monarchische Herrschaftsformen in transkultureller Perspektive, hrsg. vom DFG-Netzwerk Vormoderne monarchische Herrschaftsformen, Berlin 2015.
Johann Friedrich Glaser. Scharfrichtersohn und Stadtphysikus in Suhl, Köln / Weimar / Wien 2015.
Praxiswelten. Zur Geschichte der Begegnung von Arzt und Patient, in Zusammenarbeit mit Isabel Atzl, Roland Helms und Stephanie Neuner, Ingolstadt 2013.
Stadtrepublik und Selbstbehauptung. Venedig, Bremen, Hamburg und Lübeck im 16.–17. Jahrhundert, Köln / Weimar / Wien 2012.
Säkularisierungen in der Frühen Neuzeit. Methodische Probleme und empirische Fallstudien in Zusammenarbeit mit Matthias Pohlig, Ute Lotz-Heumann, Vera Isaiasz, Heike Bock und Stefan Ehrenpreis, Berlin 2008.
Die Ankunft des Anderen. Repräsentationen sozialer und politischer Ordnungen in Empfangszeremonien, hrsg. in Zusammenarbeit mit Susann Baller, Michael Pesek und Ines Stolpe, Frankfurt a.M. 2008.