| Ruvuweber | ||||||||||||
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Ruvuweber (Ploceus holoxanthus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ploceus holoxanthus | ||||||||||||
| Hartlaub, 1891 |
Der Ruvuweber (Ploceus holoxanthus, Syn. Ploceus subaureus aureoflavus) zählt innerhalb der Familie der Webervögel (Ploceidae) zur Gattung der Ammerweber (Ploceus).
Der Vogel ist endemisch im Osten Tansanias entlang der Einzugsgebiete des Ruvu-, Wami- und Rufiji-Flusses sowie um die Stadt Morogoro herum.
Er wurde ursprünglich als eigenständige Art beschrieben, dann aber irrtümlicherweise als Synonym des Goldwebers (Ploceus subaureus) angesehen und als Ploceus subaureus aureoflavus bezeichnet. Aufgrund neuerer Untersuchungen wurde er wieder als eigenständig anerkannt.
Das Verbreitungsgebiet umfasst Uferbewuchs und Schilf entlang von Flüssen, auch Bambus und Schilfrohre (Phragmites).
Der lateinische Artzusatz kommt von altgriechisch ὅλος holos, deutsch ‚ganz, komplett‘ und altgriechisch ξανθός xanthos, deutsch ‚gelb‘.
Die Art ist 12–13 cm groß und wiegt etwa 8 g, ein ziemlich kleiner Webervogel mit etwas längerem, konisch zulaufendem Schnabel. Das Männchen ist leuchtend gelb mit orangefarbenem Gesicht und dunkelbraunem Auge. Der Rücken ist etwas olivgrün überhaucht. Die Handschwingen sind hellgelb mit leichter olivfarbener Schattierung an den Außenfahnen, die Armschwingen sind hellgelb, an den Außenfahnen etwas dunkler. Die Federkiele sind hellgelb, der Schwanz ist gelb.
Das Weibchen ist olivfarben mit charakteristisch zweifarbigem Schnabel, oben dunkler, heller unten. Stirn, Kopfkappe und Nacken sind gelblich-braun, dazu kommt ein gelblich-weißer Überaugenstreif, die Ohrdecken sind etwas olivfarben.
Der Rücken ist blassbraun mit dunklen Federkielen am Mantel. Schwanz und Oberschwanzdecken sind gelblich-braun, die Schwanzfedern haben gelbe Ränder. Die Unterseite ist weißlich, blass grau-gelb an den Flanken und den Unterschwanzdecken.
Die Iris ist dunkelbraun, der Schnabel schwarz beim Männchen und zweifarbig beim Weibchen, die Füße sind blass rosafarben.
Die Art ist dem Goldweber (Ploceus subaureus) sehr ähnlich, der auch im gleichen Gebiet vorkommen kann. Unterscheidungsmerkmale sind das dunkle Auge des Ruvuwebers gegenüber dem rötlichen des Goldwebers und der unterschiedlich gefärbte Schnabel des Weibchens.
Die Art ist monotypisch.
Die Lautäußerungen sind bislang nicht beschrieben.
Die Nahrung besteht vermutlich aus Pflanzensamen und Insekten.
Die Art zählt zu den Kolonienbrütern mit bis zu 15 Nestern in einem Baum. Wahrscheinlich ist sie polygam.
Die Brutzeit liegt zwischen Januar und Mai. Das nierenförmige Nest mit Eingang von unten wird im Uferbewuchs angelegt und mit dem Dach direkt an Zweige oder Schilf gehängt. Das Männchen legt die Struktur an, das Weibchen kleidet das Innere aus wie bei anderen Weberarten auch. Die Farbe des Geleges kann unterschiedlich sein: hellblau oder hellbraun, jeweils mit zartem Muster.
Der Bestand gilt als potentiell gefährdet (Near Threatened) aufgrund des geringen Ausbreitungsgebietes und der kleinen Populationsgröße.