| Ruwenzoribatis | ||||||||||||
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Ruwenzoribatis (Batis diops) im Dickicht des Echuya Forest Reserve in Uganda | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Batis diops | ||||||||||||
| Jackson, 1905 |
Der Ruwenzoribatis (Batis diops) oder auch Ruwenzorischnäpper ist eine schwarz-weiß gefärbte Singvogelart aus der Familie der Afrikaschnäpper (Platysteiridae), die in den Bergen des Albert-Grabens verbreitet ist. Sie wird von der IUCN als nicht gefährdet eingestuft.

Der Ruwenzoribatis ist eine kleine Singvogelart, die schwarz, weiß und grau gefärbt ist. Der Kopf ist schwarz, während die Kehle, ein dünnes Band am Hals und die Unterseite weiß gefärbt sind, jedoch unterbrochen von einem breiten schwarzen Brustband. Die Flügel sind schwarz mit einem weißen Streifen. Die Iris sind bei Männchen gelb und bei Weibchen orange. Der Ituribatis (Batis ituriensis) ist eine besonders ähnlich aussehende Schwesterart, die jedoch ein schmaleres schwarzes Band an der Brust aufweist und in niedrigeren Höhen insbesondere im Ituri-Regenwald vorkommt.
Die Männchen des Ruwenzoribatis stimmen unter anderem hohe Pfeiftöne an, die von tieferen Lautäußerungen der Weibchen begleitet werden.
Der Ruwenzoribatis ist eine Standvogel. Er lebt in Bergwäldern und Buschland. Die Vögel sind meist paarweise in der mittleren Baumschicht anzutreffen. Vögel aus der Familie der Afrikaschnäpper sind monogam und ernähren sich von Wirbellosen, die sie meist im Flug fangen.
Die Art kommt in Höhen zwischen 1340 und 3300 Metern vor. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Südwesten Ugandas, den Osten der Demokratischen Republik Kongo und den Westen von Ruanda und Burundi. Nach BirdLife International kommt der Ruwenzoribatis in elf gelisteten Important Bird Areas (IBAs) vor, die zu rund 87 % unter Naturschutz stehen. Diese umfassen in Uganda den Rwenzori Mountains National Park, den Mount-Elgon- und Mgahinga-Gorilla-Nationalpark, den Bwindi Impenetrable National Park und das Echuya Forest Reserve, in Ruanda den Vulkan-Nationalpark, Nyungwe- und Cyamudongowald, in der DR Kongo das Itombwe-Gebirge und in Burundi den Kibira-Nationalpark und das Bururi Forest Nature Reserve.
Die IUCN („Weltnaturschutzunion“) stuft die Art als nicht gefährdet (least concern) ein, da sie in einem großen Verbreitungsgebiet und lokal häufig vorkommt. Der Populationstrend wird jedoch als abnehmend eingestuft, da der Ruwenzoribatis als mittelstark an Waldhabitate gebunden gilt. Diese haben im Verbreitungsgebiet der Art basierend auf Daten von Global Forest Watch aus dem Jahr 2022 in den zehn Jahren zuvor um 11,8 % abgenommen. Damit einhergehend wird für denselben Zeitraum eine Bestandsabnahme des Ruwenzoribatiss von 1 bis 19 % vermutet, die damit jedoch nicht rasch genug voranschreitet, um die Art als gefährdet einzustufen. Dazu müsste der geschätzte Populationsrückgang bei mindestens 30 % innerhalb von 10 Jahren bzw. mindestens 10 % bei kleinen Populationen unter 10.000 adulten Tieren liegen.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Art gehandelt wird. Sie ist zudem nicht im Washingtoner Artenschutzübereinkommen gelistet.