| Ryukyum yaeyamense | ||||||||||||
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Ryukyum yaeyamense auf Iriomote-jima | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Ryukyum | ||||||||||||
| Ng & Shokita, 1995 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Ryukyum yaeyamense | ||||||||||||
| (Minei, 1973) |
Ryukyum yaeyamense (Syn. Nanhaipotamon yaeyamense; japanisch ヤエヤマヤマガニ Yaeyama-yamagani) ist eine Art der Krabben-Familie Potamidae und einziger Vertreter der Gattung Ryukyum. Die terrestrische Süßwasserkrabbe kommt auf den japanischen Yaeyama-Inseln Ishigaki und Iriomote vor. Auf Ishigaki bewohnt sie die Ufer der Oberläufe der Flüsse Miyara und Nagura bis fast an die Bergspitzen. Der Gattungsname ist von den Ryūkyū-Inseln abgeleitet, zu denen die Inselgruppe gehört.
Der Carapax von Ryukyum ist aufgetrieben und glatt. Die epigastrischen Kämme sind sehr niedrig, die postorbitalen deutlich, aber nicht scharfkantig. Sie werden zum vorderen Seitenrand hin kräftiger, wo sie schließlich mit dem stumpfen Epibranchialzahn verschmelzen. Das äußere Augeneck ist spitz-dreieckig und vom ausgeprägt bogenförmigen vorderen Seitenrand durch eine deutliche Kerbe abgegrenzt. Der Exopodit des dritten Maxillipeden trägt eine rudimentäre Geißel.
Die Naht zwischen den thorakalen Sterniten 2 und 3 ist kaum erkennbar, alle anderen Nähte sind gar nicht sichtbar. Die Sternopleonalhöhle der Männchen reicht bis zu einer gedachten Linie durch Basis beider Scherenbeine. Das Pleon der Männchen ist breit-dreieckig, das Telson etwas länger als der sechste Somit. Das erste Gonopodium ist relativ kräftig und leicht gewellt. Sein Endglied ist leicht auswärts gebogen und kurz, es hat nur ein Fünftel der Länge des vorletzten Glieds. Die Basis des Endglieds hat bauchseitig eine keulenförmige Bildung, die breite Synovialmembran liegt rückenseitig. Das zweite Gonopodium hat ein langes Endsegment mit etwa 30 % der Länge des Basalglieds.
Der Carapax ist bis zu 42 mm breit und 34 mm lang.
Die IUCN („Weltnaturschutzunion“) stufte die Art zuletzt 2008 als nicht gefährdet ein. Auf der nationalen 4. Roten Liste gefährdeter Arten Japans aus dem Jahr 2020 wird sie dagegen als potentiell gefährdet geführt und im Red Data Book der Präfektur Okinawa als stark gefährdet. Teile der Yaeyama-Inseln und umgebenden Meeresgebiete sind als Iriomote-Ishigaki-Nationalpark ausgewiesen. Die Inseln Amami-Ōshima, Tokunoshima, Iriomote und der nördliche Teil der Insel Okinawa stehen darüber hinaus seit 2021 auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes.