
Das SFJazz Collective ist eine prominent besetzte US-amerikanische Jazzband, in der „der kompositorische Aspekt eine zentrale Rolle spielt“.
Das SFJazz Collective (SF steht für San Francisco) wurde von Joshua Redman 2004 als Projekt für das San Francisco Jazz Festival gegründet und bis 2007 geleitet. Neben Redman gehörten dem Oktett in der ersten Besetzung u. a. Bobby Hutcherson, Renee Rosnes, Nicholas Payton, Miguel Zenón, Josh Roseman, Robert Hurst und Brian Blade an; als Arrangeur fungierte Gil Goldstein.
Das Kollektiv widmete seine Programme jeweils dem Werk eines stilbildenden Musikers des Modern Jazz oder der Black Music: Im Gründungsjahr Ornette Coleman, dann John Coltrane (2005), Herbie Hancock (2006), Thelonious Monk (2007), Wayne Shorter (2008), McCoy Tyner (2009) und Horace Silver (2010). Die Mitglieder schreiben auch Kompositionen für das Ensemble und bei der Bühnenpräsentation nahm ab 2007 der Komponist jeweils die Rolle des Bandleaders ein. Das weltweit tourende Oktett wird „wegen seiner energiegeladenen Bühnenpräsenz und der experimentierfreudigen Spielweise“ gefeiert.
2005 erschien das Debütalbum bei Nonesuch Records mit Coleman-Kompositionen, dem zunächst jährlich jeweils ein Album folgte; 2011 legte das SF JazzCollective ein Stevie-Wonder-Tributalbum vor. 2012 wurde das Ensemble für die JJA Awards der amerikanischen Jazz Journalists Association nominiert. Im Frühjahr 2013 gehörten der Band Miguel Zenón, David Sánchez, Avishai Cohen, Robin Eubanks, Warren Wolf, Edward Simon, Matt Penman und Obed Calvaire an. Für Cohen wechselte später Etienne Charles ein.
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