| Savoia-Marchetti SM.79 Sparviero | |
|---|---|
| Typ | Bomber |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | Savoia-Marchetti |
| Erstflug | 8. Oktober 1934 |
| Indienststellung | 1937 |
| Produktionszeit | Frühjahr 1943 |
| Stückzahl | ca. 1330 |
Die Savoia-Marchetti SM.79 Sparviero (Sperber) war ein dreimotoriger mittelschwerer Bomber aus italienischer Produktion.
Das Flugzeug wurde von Alessandro Marchetti ursprünglich für das im Oktober/November 1934 stattfindende MacRobertson-Luftrennen von England nach Australien unter der Bezeichnung S.79 entworfen. Der Prototyp des in Anlehnung an die etwas größere SM.81 Pipistrello eigentlich als ziviles Transportflugzeug für acht Personen vorgesehenen Flugzeugs flog am 8. Oktober 1934 mit dem Savoia-Einflieger Adriano Bacula erstmals. Nachdem sie leistungsstärkere Triebwerke erhalten hatte, stellte die Maschine 1935 unter der Bezeichnung S.79P mehrere Weltrekorde auf; nach nochmaliger Verbesserung der Motorenleistung im Jahr darauf folgten weitere Bestleistungen. Mitte 1938 wurde der Anfangsbuchstabe des Konstrukteurs der Bezeichnung hinzugefügt und die S.79 zur SM.79. Der zweite Prototyp erschien aufgrund der erkannten Leistungsreserven bereits als Bomber. Nach der Truppenerprobung erhielt die Regia Aeronautica 1937 die ersten Exemplare der Serie SM.79-I, die auch im spanischen Bürgerkrieg eingesetzt wurden. Jugoslawien bestellte davon 45 Stück. Als Italien in den Zweiten Weltkrieg eintrat, besaß die Luftwaffe rund 600 Sparviero, die an allen italienischen Kriegsschauplätzen als Bomber, Aufklärer, Transporter und Torpedobomber Verwendung fanden. Die 1936 entwickelte zweimotorige Bomberausführung wurde nach Rumänien, Brasilien und in den Irak exportiert. Der Versuch, das Flugzeug als mit Sprengstoff präpariertem unbemannten Flugkörper gegen Schiffe zu verwenden, schlug wegen Schwierigkeiten mit der Fernsteuerung fehl. Die SM.79 war einer der besten italienischen Bomber des Zweiten Weltkrieges. Sie wurde in etwa 1330 Exemplaren gebaut.
Die SM.79 war ein fünfsitziger Tiefdecker in Gemischtbauweise. Der Rumpf bestand aus Stahlrohr; im Bugbereich war er mit Duralumin beplankt, ansonsten mit Stoff bespannt. Das Normalleitwerk war verstrebt, das Heckfahrwerk einziehbar. Charakteristisch war der „Buckel“ über dem Cockpit.


| Kenngrößen | SM.79-II | SM.79-III |
|---|---|---|
| Besatzung | 5 | 6 |
| Länge | 16,20 m | 16,20 m |
| Spannweite | 21,20 m | 20,20 m |
| Höhe | 4,10 m | 4,10 m |
| Flügelfläche | 61,00 m² | 61,70 m² |
| Flügelstreckung | 7,4 | |
| Leermasse | 7610 kg | 7700 kg |
| Startmasse | normal 11.325 kg maximal 12.500 kg | |
| Triebwerk | drei 9-Zylinder-Sternmotoren Alfa Romeo 126 RC.34 mit je 746 kW (1.014 PS) in 4000 m Höhe | drei 9-Zylinder-Sternmotoren Alfa Romeo 128 R.C.18 mit je 841 kW (1.143 PS) in 4000 m Höhe |
| Höchstgeschwindigkeit | 434 km/h in 3000 m Höhe | 460 km/h in 3970 m Höhe |
| Marschgeschwindigkeit | 320 km/h | |
| Steigzeit | 10,5 min auf 4300 m Höhe | |
| Reichweite | 1990 km mit zwei Torpedos | 2600 km |
| Gipfelhöhe | 7500 m | |
| Bewaffnung | drei 12,7-mm-MG zwei 7,7-mm-MG zwei 450-mm-Torpedos mit 200-kg-Sprengköpfen | drei 12,7-mm-MG zwei 7,7-mm-MG 1200 kg Bombenlast in internem Bombenschacht |